Universität Erlangen scheitert zum dritten Mal hintereinander beim Exzellenzwettbewerb
„Die Franken“ fordern ein Bündnis Eliteuniversität Erlangen

Technische Fakultät der FAU Erlangen-Nürnberg
  • Technische Fakultät der FAU Erlangen-Nürnberg
  • Foto: Sebastian Eidloth
  • hochgeladen von Sebastian Eidloth

Erlangen – Der Kreisverband Erlangen der Partei für Franken – Die Franken macht sich erneut für ein überparteiliches Bündnis „Eliteuniversität Erlangen“ stark, nachdem die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg zum dritten Mal in Folge bei der Bewerbung um den Status einer Eliteuniversität scheiterte. Parteien, Verbände, Gruppierungen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen müssen gemeinsam mit der Universität an einem Strang ziehen.
Als am vergangenen Freitag die Namen der elf Universitäten bekannt gegeben wurden, die sich fortan Eliteuniversität nennen dürfen, war bereits klar, dass die FAU Erlangen wieder nicht unter den Siegern sein wird. Denn die Uni Erlangen schaffte es im dritten Anlauf noch nicht einmal in die letzte Runde, um sich überhaupt Hoffnungen auf den prestigeträchtigen Titel Eliteuniversität machen zu können. „Es ist sehr traurig mit ansehen zu müssen, wie Millionen an Fördergeldern aus der Exzellenzstrategie des Bundes mal wieder an Erlangen vorbeifließen“, beklagt Sebastian Eidloth, stellvertretender Kreisvorsitzender der Partei für Franken. Die Probleme seien hausgemacht. Während die FAU immer wieder regelmäßig Top-Platzierungen bei Uni-Rankings vorweisen kann, fehlten offensichtlich „zündende Ideen“, um die Jury beim Exzellenzwettbewerb zu überzeugen. Eidloth beklagt dabei die „passive Haltung“ der Universität. Die FAU habe leider gar nichts davon, wenn sie zum Beispiel im Innovations-Ranking, noch vor namhaften Universitäten wie Cambridge oder Lausanne, europaweit auf Platz zwei lande. „Das ist ein Titel ohne Mittel und davon hat Erlangen schon einige“, findet Eidloth, der selbst an der FAU Werkstoffwissenschaften studierte.

Status als Eliteuniversität zahlt sich doppelt aus
Der Status Eliteuniversität wäre aus zwei Gründen „extrem wichtig“ für Erlangen. Erstens käme die FAU in den nächsten sieben Jahren in den Genuss von zusätzlichen Fördergelder in Millionenhöhe. Weiterhin ist eine Eliteuniversität in der Außenwirkung viel attraktiver und die FAU könnte somit „leichter Spitzenforscher nach Erlangen locken.“ Die Franken fordern daher ein parteiübergreifendes Bündnis „Eliteuniversität Erlangen“. Als Hauptkonkurrenten sieht Eidloth die beiden Münchener Universitäten, die gerade erneut als Eliteuniversitäten bestätigt wurden. „Machen wir uns nichts vor. Wir können nicht davon ausgehen, dass es zukünftig drei Eliteuniversitäten im Bundesland Bayern geben wird. Wir müssen den Kampf mit den Münchener Unis selbstbewusst, aber bestimmt aufnehmen.“ Für das parteiübergreifende Bündnis „Eliteuniversität Erlangen“ nehme man auch explizit den bayerischen Innenminister und „Wahlerlanger“ Joachim Herrmann in die Pflicht. „Herrmann muss dann auch mal Farbe für Erlangen bekennen und den Kampf mit seiner Geburtsstadt München aufnehmen“, sagt Eidloth schmunzelnd.

Autor:

Sebastian Eidloth aus Mittelfranken

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Anzeige

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.