„Drahtesel“-Wirrwarr nervt gewaltig: Fahrradparksituation am Bahnhof weiter im Fokus

Noch verursachen auf dem Bahnhofsvorplatz abgestellte Fahrräder ein heilloses Durcheinander. Dem soll jedoch nachhaltig Abhilfe geschaffen werden – und zwar schon bald. Foto: © Uwe Müller
  • Noch verursachen auf dem Bahnhofsvorplatz abgestellte Fahrräder ein heilloses Durcheinander. Dem soll jedoch nachhaltig Abhilfe geschaffen werden – und zwar schon bald. Foto: © Uwe Müller
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ERLANGEN (pm/mue) - Durch eine verbesserte Markierung der Rampen für Rollstuhlfahrer und Kinderwägen sowie durch weitere Abstellbügel soll die Fahrradparksituation auf dem Bahnhofsvorplatz bis Mitte des Jahres verbessert werden. Das hat der Umwelt-, Verkehrs- und Planungsausschuss des Stadtrats zurückgehend auf einen Antrag des Stadtteilbeirats Innenstadt beschlossen.

Die Maßnahmen, so heißt es in einer Presseinformation aus dem Rathaus, sind Teil eines umfassenden Konzepts, das schrittweise umgesetzt und stetig weiterentwickelt wird. Im Bereich des Bahnhofs entlang der Bahnsteige ist demnach das Fahrradparken bereits klar geregelt und auf zwei Wochen beschränkt. Unter der Münchener Straße steht außerdem ein Langzeitparkplatz für maximal sechs Wochen zur Verfügung. Die Höchstparkzeiten werden regelmäßig überprüft, unzulässig abgestellte Fahrräder werden entfernt.

Rampen sollen besser erkennbar sein

Als schwieriger gestaltet sich hingegen die Situation am Bahnhofsvorplatz, der öffentlich ist. Rechtlich gesehen können Räder hier deshalb nur entfernt werden, wenn sie über einen längeren Zeitraum nicht mehr fahrbereit sind oder verkehrsbehindernd abgestellt wurden, beispielsweise im Bereich der Rampen für Rollstühle und Kinderwägen. Im vergangenen Jahr wurden bereits Fahrradabstellbügel auf dem Vorplatz angebracht, die zwar effektiv das Umfallen der dort abgestellten Fahrräder verhindern, nach den bisherigen Erfahrungen jedoch nicht ausreichen. Es sollen deshalb auf jeder Seite des Platzes jeweils zwei weitere Reihen von Abstellbügeln installiert werden. Durch ihre entsprechende Anordnung soll der zu den Rampen hin freizuhaltende Bereich besser erkennbar werden; zusätzlich zur Beschilderung wird künftig auch noch ein Rollstuhlpiktogramm auf dem Boden die Funktion erklären. Mittelfristig soll außerdem eine neue Fahrradabstellanlage mit Doppelstockparkern für bis zu 850 Fahrräder zwischen Gleis1 und der historischen Stadtmauer weitere Entlastung bringen – die Vorarbeiten für diese Baumaßnahme beginnen im Frühjahr. Gegenüber dieser Abstellanlage wird eine Servicestation als Beschäftigungsprojekt durch die Gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung der Arbeit (GGFA) entstehen. Die Ortsnähe der GGFA-Mitarbeiter soll es auch erleichtern, behindernd abgestellte Fahrräder gegebenenfalls kurzfristig zu entfernen. Die Servicestation soll im Sommer den Betrieb aufnehmen.

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