Weitere 12 Mio. Euro getilgt
Erlangen baut unbeirrt Schulden ab – trotz Corona!

Symbolfoto: © Stockfotos-MG / stock.adobe.com
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ERLANGEN (pm/mue) - Die finanzielle Lage der Stadt Erlangen hat sich im Jahr 2020 äußerst positiv entwickelt. So der Inhalt einer offiziellen Mitteilung aus dem Rathaus.

Die Differenz zwischen den Erträgen und den Ausgaben ergibt demnach ein Plus von 71 Millionen Euro. Damit übertrifft der Haushalt den Angaben zufolge den Überschuss des vorherigen Jahres um 21 Millionen Euro. Auch die bisherige Haushaltsentwicklung für 2021 sei – trotz der Pandemie – vergleichsweise positiv.
In einer Sitzung des Haupt-, Finanz- und Personalausschusses des Stadtrats war der Jahresabschluss 2020 des Haushalts Thema. Er weist eine Vielzahl von positiven Werten auf: Die Liquiditätsreserve, also der Teil des Vermögens, der als Sicherheitspolster verbleibt, hat sich im Haushaltsjahr um 48 Millionen Euro erhöht und beträgt nun 137 Millionen Euro. Dies sei ein absoluter Rekordwert für Erlangen.

Rekordwert: 60 Mio. Euro an Investitionsvolumen

Wie im Vorjahr werden auch wieder Schulden reduziert. Der Abbau in Höhe von 12 Millionen Euro wurde sowohl durch ordentliche Tilgung als auch durch zusätzliche Rückzahlungen erreicht. Die Bilanzsumme, die sich aus Gesamtvermögen und Gesamtkapital errechnet, beträgt zum 31. Dezember 2020 insgesamt 1.235 Millionen Euro und liegt damit um 64 Millionen Euro über dem Vorjahr. Das bilanzielle Investitionsvolumen hat im Berichtsjahr im Vergleich zu den Vorjahren deutlich zugenommen und erreicht einen Rekordwert von rund 60 Millionen Euro. Große Projekte sind die Sanierung und die Verbesserung der IT-Ausstattung an Schulen (13,2 Mio. Euro), der Ausbau der Kindertagesstätten (9,7 Mio. Euro), die Sanierung des Kultur- und Bildungscampus Frankenhof (5,6 Mio. Euro), der Neubau der Vierfachsporthalle an der Hartmannstraße (4,5 Mio. Euro), die Investitionskostenumlage für die StUB (3,8 Mio. Euro) sowie die verkehrstechnische Erschließung des Siemens-Campus (2,1 Mio. Euro). „Im Jahr von Corona und dem folglichen Einbruch der Wirtschaftsleistung so einen Überschuss, so hohe Investitionen und einen Schuldenabbau auszuweisen, war definitiv nicht zu erwarten“, betont Wirtschafts- und Finanzreferent Konrad Beugel.

Das gute Jahresergebnis korreliert eng mit dem historisch besten Gewerbesteuerergebnis: Mit 207 Millionen Euro war der Wert um 36 Millionen Euro über dem Ergebnis von 2019 – dem bisherigen Bestwert. Und auch für 2021 seien wieder hohe Gewerbesteuerzahlungen zu erwarten, jedenfalls über dem Wert von 2019. Beugel mahnt jedoch an, diese Entwicklung nicht als Trend für die nächsten Jahre zu werten. „In den Ergebnissen von 2020 und 2021 stecken auch große Einmal-Effekte, die sich auf weit zurückliegende Steuer-Veranlagungsjahre beziehen.“

Autor:

Uwe Müller aus Nürnberg

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