Handys wieder verwerten statt wegwerfen

Handys: Eine Wiederverwertung der enthaltenen Rohstoffe schont vor allem die Umwelt.       Fotos (2): dapd
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Erlangen: Sammelaktion „Rohstoffe“ fördert den Naturschutz

ERLANGEN – Als erfolgreiche Rohstoffsammler haben sich die Mitarbeiter und Studierenden der FAU erwiesen: 319 nicht mehr gebrauchte Mobiltelefone haben sie bei der Aktion „Handys clever entsorgen“ zusammengetragen – und sind damit nach der Uni Würzburg die fleißigsten Sammler an den bayerischen Hochschulen.

Rund 70 Millionen alte oder defekte Handys liegen nach Schätzungen der Hersteller in deutschen Haushalten „auf Halde“. In den Hausmüll gehören sie aber auf keinen Fall, denn sie können Schadstoffe abgeben. Zudem enthalten Handys wertvolle Rohstoffe. Wieder verwerten statt wegwerfen lautet deshalb bei alten Mobiltelefonen die Devise – und mit der Abgabe zum Recycling kann man sogar aktiv etwas für die Umwelt tun.

Insgesamt wurden bei der bayernweiten Aktion, an der sich zahlreiche öffentliche Einrichtungen beteiligten, mehr als 70.000 alte Handys gesammelt. Diese werden jetzt in einer Metallhütte recycelt, und auf diese Weise können bis zu 98 Prozent der Altmetalle zurückgewonnen werden. Ein Handy enthält im Schnitt etwa 8,75 Gramm Kupfer, 3,81 Gramm Kobalt, 0,25 Gramm Silber, 0,024 Gramm Gold und 0,009 Gramm Palladium. Die Reinerlöse aus der Vermarktung der Althandys werden für die Umweltbildung und den Naturschutz in Bayern gespendet. Selbstverständlich können aber auch Ladegeräte und Akkus weiterhin „clever“ entsorgt werden.

Wer ein altes Mobiltelefon hat, kann es beim Sachgebiet Umweltmanagement der FAU entsorgen: per Hauspost an SG UM, direkt am FAU-Wertstoffhof in der Paul-Gordan-Straße 10 oder am ZUV-Standort Südgeländer, Haberstraße 4. Wer sein Handy nicht an der Uni abgeben will, hat noch andere Möglichkeiten. Die Adressen zur Abgabe an über 200 Sammelstellen stehen im Internet unter

http://www.nabu.de/themen/konsumressourcenmuell/waskannichtun/handyrecycling/index.html

Handys: Eine Wiederverwertung der enthaltenen Rohstoffe schont vor allem die Umwelt.       Fotos (2): dapd
Ein wirklich antikes Handy: Hörer und Steuerungseinheit eines A-Netz-Mobilfunkgerätes aus dem Jahr 1958, mit dem der ehemalige Bundeskanzler Konrad Adenauer aus dem Auto telefonierte.
Autor:

Archiv MarktSpiegel aus Nürnberg

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