Jahresbilanz: 993 Wohnungen in Erlangen gebaut

Auch in Erlangen müssen deutlich mehr Wohnungen gebaut werden – so eine zentrale Forderung vom Verbändebündnis Wohnen. Symbolfoto: © Gerd / Fotolia.com
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ERLANGEN (pm/mue) - Vom Single-Apartment bis zum Bungalow: In Erlangen sind im vergangenen Jahr 993 Neubauwohnungen entstanden – 124 davon in Ein- und Zweifamilienhäusern.

Darauf hat das Verbändebündnis Wohnen hingewiesen, in dem sich Baugewerkschaft IG BAU und Bauwirtschaft zusammengeschlossen haben. Das Bündnis beruft sich bei den Zahlen auf die aktuelle Bau-Bilanz der fertiggestellten Wohngebäude vom Statistischen Bundesamt. Insgesamt, so wird mitgeteilt, haben die Bauherren in Erlangen demnach im vergangenen Jahr 308 Millionen Euro in den Neubau von Wohnungen investiert. „Das klingt viel. Tatsächlich müsste es aber mehr sein, wenn die Wohnraum-Offensive der Bundesregierung klappen soll. Der Neubau von bezahlbaren Wohnungen ist die einzige effektive Antwort auf steigende Mieten und hohe Immobilienpreise, von denen auch Bayern betroffen ist“, so Hans Beer (IG BAU) vom Verbändebündnis Wohnen. Insgesamt seien bundesweit im vergangenen Jahr lediglich nicht einmal 285.000 Wohnungen neu gebaut worden. Dabei habe die Große Koalition von CDU/CSU und SPD eine ganz andere Messlatte gelegt: 1,5 Millionen Neubauwohnungen bundesweit bis 2021 – also 375.000 pro Jahr. „Das bedeutet, dass der Wohnungsneubau schon in diesem Jahr um satte 32 Prozent zulegen müsste. Danach sieht es allerdings bislang weder in Bayern noch bundesweit aus“, betont Beer. An die heimischen Bundestagsabgeordneten appelliert das Wohn-Bündnis, dem Wohnungsbau jetzt die „politische Power“ zu geben, die der Bau braucht. Es komme darauf an, dass die Bundestagsabgeordneten aus Erlangen und ganz Franken in Berlin Farbe bekennen. Sie müssten sich für ein deutlich dickeres Baupaket im nächsten Bundeshaushalt starkmachen, von dem dann auch die Menschen in Erlangen mehr profitieren könnten. Bundeskanzlerin Merkel habe angekündigt, 6 Milliarden Euro für den Wohnungsbau bis 2021 bereitzustellen – also 1,5 Milliarden Euro pro Jahr. Tatsächlich benötigt würden jedoch mindestens 4 Milliarden Euro jährlich.

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Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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