Von 25 auf 30 Prozent: sozialer Mietwohnungsbau im Fokus

In der Brüxer Straße entstehen momentan insgesamt 164 Wohnungen, die zum Teil bereits fertiggestellt und bewohnt sind. Foto: Uwe Müller
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ERLANGEN (pm/mue) - Die Quote für geförderten Mietwohnungsbau im Geschosswohnungsbau wird angehoben: In Zukunft soll ein Anteil von 30 Prozent statt bisher 25 Prozent der neu über Bebauungspläne ausgewiesenen Geschossfläche für den geförderten Mietwohnungsbau gesichert werden. So der Inhalt einer Pressemeldung aus dem Rathaus.

Die Regelung gelte dann, wenn das Baugebiet mindestens 24 Geschosswohnungen umfasst. Bereits im Oktober 2014 hatte der Stadtrat die Einführung einer Quote für geförderten Mietwohnungsbau beschlossen; bei der Schaffung von Baurecht für neue Wohngebiete muss seitdem ein Viertel der neu zu schaffenden Wohnbauflächen für Geschosswohnungsbau für den geförderten Mietwohnungsbau gesichert werden. „Die Quote wird über städtebauliche Verträge gesichert“, erläutert Bau- und Planungsreferent Josef Weber.

Die Quote ist bisher bei zwei Neuausweisungen von Wohngebieten angewandt worden: Im Baugebiet 411 in Büchenbach entstehen so mehr als 100 und im Wohnquartier „Hans-Geiger-Straße“ rund 200 neue geförderte Mietwohnungen. Mit dem Baugebiet 412 und dem Wohnquartier „Isarstraße“ sind derzeit Maßnahmen in Vorbereitung, bei denen rund 120 sowie 55 neue geförderte Mietwohnungen entstehen sollen – insgesamt werden aufgrund der Quote in den nächsten Jahren etwa 480 fertiggestellt.

Über diese Vorgaben hinaus treibt die städtische Wohnungsbaugesellschaft GEWOBAU den Bau von gefördertem Wohnraum voran. So werden derzeit 164 geförderte Mietwohnungen in der Brüxer Straße errichtet und sind sogar teilweise schon bezogen. Auch in der benachbarten Housing Area baut die GEWOBAU aktuell etwa 400 neue geförderte Mietwohnungen; zusätzlich sind etwa 220 weitere in der Junkersstraße, in der Johann-Jürgen-Straße sowie in der Odenwaldallee in Planung. Zudem wird beim Verkauf von städtischen Grundstücken der geförderte Wohnungsbau unterstützt: Bei den letzten Verkäufen in Büchenbach lag der Anteil bei bis zu 70 Prozent. „Wir achten bei allen Maßnahmen darauf, dass durch einen guten Mix ein integratives und nachhaltiges Quartier entsteht“, so Weber. Oberbürgermeister Florian Janik: „Der Bau von gefördertem Wohnraum wurde jahrelang vernachlässigt. Wir kurbeln ihn wieder an und werden mit der nun beschlossenen Quote unsere Bemühungen weiter verstärken.“

In Erlangen gibt es offiziellen Angaben zufolge aktuell rund 3.000 öffentlich geförderte Wohnungen, dazu kommen noch etwa 500 Belegrechtswohnungen. Das Angebot sei ständig ausgelastet.

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Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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