Waldkrankenhaus: offizielle Übergabe an Malteser

Symbolische Schlüsselübergabe im Rahmen der Übergabefeierlichkeit im Waldkrankenhaus St. Marien in Erlangen. Foto: Malteser
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ERLANGEN (hn/mue) – Ein richtungsweisender Einschnitt und gleichzeitig bedeutsamer Tag für den alten wie auch neuen Eigentümer sowie vor allem für die rund 1.000 Mitarbeiter! Die Kongregation der St. Franziskusschwestern von Vierzehnheiligen hat das Waldkrankenhaus St. Marien gGmbH und das Marienhospital Seniorenpflegezentrum vertrauensvoll in die Obhut der Malteser Deutschland gGmbH gegeben.


Zu den Ehrengästen bei den Übergabefeierlichkeiten, die mit der vom Bamberger Erzbischof Prof. Dr. Ludwig Schick zelebrierten Heiligen Messe eröffnet wurde, gehörte auch Bayerns Innen- und Bauminister Joachim Herrmann. In seinem Grußwort äußerte er großes Verständnis dafür, dass „... dieser Schritt Ihrer Ordensgemeinschaft nach 72 Jahren nicht leicht fällt. Denn beide Einrichtungen sind Ausdruck Ihrer enormen Schaffenskraft und tätigen Nächstenliebe.“ Zu Beginn seiner Rede blickte der Minister zurück auf die Anfänge 1945 mit der Aufnahme kranker Menschen in einem „Behelfskrankenhaus“ in der Spardorfer Straße. Im Jahr 1959 wurde dann das Waldkrankenhaus St. Marien (derzeit mit 290 Betten plus 30 Betten für geriatrische Rehabilitation und 40 Plätzen für stationäre Pflege im Pflegezentrum „St. Elisabeth“) offiziell eingeweiht; nahezu parallel das Marienhospital Seniorenpflegezentrum mit heute 93 Pflegeplätzen. Herrmann stellte die von jeher fachlich wie menschlich hohe Qualität der medizinischen Versorgung und Pflege heraus und betonte das „... besondere Augenmerk auf das Miteinander, die seelsorgerische Begleitung und die räumlichen Möglichkeiten zum religiösen Innehalten ebenso wie zum Gebet.“ Beide Institutionen sind nach seiner Auffassung ganz maßgeblich geprägt vom „Geist der Bereitschaft und dem Engagement der Mitarbeiter. Das solle natürlich auch in gleicher Weise mit dem neuen Träger fortgeführt werden. „Bei den Maltesern stehen der Mensch und die Liebe Gottes zu ihm in gleicher Form im Mittelpunkt.“

Weitere finanzielle Unterstützung zugesagt

Das Waldkrankenhaus St. Marien und Marienhospital betrachtet Staatsminister Herrmann als „... einen wichtigen Mosaikstein in unserem mittelfränkischen Medical Valley, das sich durch Forschung und Entwicklung – und in diesem Fall medizinischen Fortschritt – auf hohem Niveau auszeichnet.“ Daher dürfte es kaum verwunderlich sein, dass der Freistaat Bayern das Waldkrankenhaus im Zeitraum 1980 bis 2016 mit Krankenhausförderleistungen in Höhe von 93 Millionen Euro bedacht hat. „Heute bietet die Einrichtung eine moderne, technisch hervorragende Ausstattung. Das Geld wurde in jeder Hinsicht sinnvoll investiert“, so der CSU-Politiker.

An finanzieller Unterstützung von Seiten der Staatsregierung, so verspricht der Staatsminister, soll es auch in Zukunft nicht fehlen: „Wir werden das Volumen der Krankenhausförderung im kommenden Jahr noch einmal aufstocken. Im Rahmen dessen wird uns auch das Waldkrankenhaus weiterhin lieb und teuer sein.“ Darüber hinaus misst Herrmann der engen Zusammenarbeit mit dem Universitätsklinikum Erlangen wesentliche Bedeutung bei. „Ich würde mir sehr wünschen, dass diese – im Interesse einer umfassenden klinischen und pflegerischen Versorgung – fortgesetzt und sogar noch ausgebaut wird.“

Mit besonderer Freude hatte Joachim Herrmann, bereits seit vielen Jahren Mitglied im Malteser Hilfsdienst e.V., vor zwei Monaten die Berufung in den Malteserorden aufgenommen. „Ich empfinde das als große Ehre.“

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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