Kommt jetzt der Baby-Boom?

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ERLANGEN (pm/mue) - Hebammen in der Stadt Erlangen und dem Landkreis Erlangen-Höchstadt bekommen Rückenwind: Im Dezember hat die Bayerische Gesundheitsministerin Melanie Huml im Landratsamt Erlangen-Höchstadt der Stadt Erlangen den Förderbescheid für das „Zukunftsprogramm Geburtshilfe“ übergeben.

Huml betonte: „Mir ist es wichtig, dass alle Mütter in Bayern die Betreuung durch Hebammen bekommen, die sie brauchen. Deshalb unterstützen wir die Kommunen dabei, die wohnortnahe Geburtshilfe zu erhalten. Das Erlanger Kooperationsprojekt zwischen Stadt und Landkreis ist ein gelungenes Beispiel für die interkommunale Zusammenarbeit im Bereich der Geburtshilfe.“

Von dem Förderbescheid profitieren vor allem die Hebammen und Schwangeren in Landkreis und Stadt, denn mit den Fördergeldern in Höhe von rund 61.000 Euro entsteht eine Hebammenzentrale; diese koordiniert künftig die Termine der freiwillig teilnehmenden Hebammen und entlastet sie bei der Büroarbeit. „So können sie sich auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren und noch effizienter arbeiten – eine Win-win-Situation für alle“, freut sich Landrat Alexander Tritthart. „Mit der Hebammenzentrale verfügen wir in puncto Geburtshilfe über ein Alleinstellungsmerkmal in Bayern“, ergänzt Erlangens Zweite Bürgermeisterin Susanne Lender-Cassens. „Höchste Zeit für eine Lösung“, findet auch Dr. Frank Neumann, Leiter des Gesundheitsamtes für Stadt und Landkreis. Die größte Herausforderung sieht er darin, das immer knapper werdende Personal effizient einzusetzen. Für die Bewerbung um die Förderung haben er und Sebastian Gmehling, Geschäftsstellenleiter der Gesundheitsregionplus für den Landkreis eng mit Hebammen zusammengearbeitet, zugehört und ihren jeweiligen Bedarf analysiert. Für die Hebammen erhofft man sich, dass die Zentrale Freiberuflichkeit attraktiver macht und sich wieder mehr Personen dafür entscheiden. Bereits im Frühjahr soll die Zentrale an den Start gehen.
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