Neuer Hörsaal eingeweiht: Nobelpreis-Flair an der FAU

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Harald zur Hausen (l. / Gründungsdirektor des Virologischen Instituts der FAU und Nobelpreisträger in Medizin) im Gespräch mit Prof. Dr. Jürgen Schüttler (Dekan der Medizinischen Fakultät). Foto: FAU/Erich Malter

ERLANGEN (pm/mue) - Prominenter Besuch: Vergangene Woche kam der Nobelpreisträger Prof. Dr. Harald zur Hausen an die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), um einen ihm gewidmeten neuen Hörsaal im alten Universitätskrankenhaus einzuweihen.

Der Harald zur Hausen-Hörsaal bietet Raum für rund 100 Personen und wurde im Rahmen der Umbaumaßnahmen des alten Universitätskrankenhauses in den Jahren 2011 bis 2017 runderneuert. In dem Hörsaal finden vor allem Kolloquien und Veranstaltungen der Medizinischen Fakultät sowie Vorlesungen des Masterstudiengangs Medical Process Management statt. Hausen erhielt im Jahr 2008 für die Entdeckung der Rolle von Papillomviren bei der Entstehung von Gebärmutterhalskrebs den Nobelpreis für Medizin. Wichtige Grundlagen legte er dafür in seiner Zeit an der FAU – er leitete als Gründungsdirektor das Virologische Institut von 1972 bis 1977. Der Universität ist der Mediziner seitdem eng verbunden – als Universitätsrat (1998 bis 2002), als Ehrensenator der FAU (seit 2002) und als Ehrendoktor der Medizinischen Fakultät (2005). In seiner Rede anlässlich der Hörsaal-Einweihung unterstrich der Wissenschaftler: „Es ist immer wieder eine Freude, nach Erlangen zurückzukehren, wo ich fünf glückliche Jahre verbracht habe. Gleichzeitig sehe ich mit einer gewissen Genugtuung den Erfolg und die hervorragende Weiterentwicklung der Medizinischen Fakultät und der Universität.“ Anfragen anderer Einrichtungen bezüglich einer Namensgebung hatte der Mediziner bisher immer abgelehnt.

Im Anschluss stand eine Führung durch die ebenfalls neu geschaffenen Räumlichkeiten für innovatives Lehren und Lernen auf dem Programm. Neben Lernräumen für Studierende, die seit dem vergangenen Wintersemester genutzt werden, sind dort das Simulationspatientenkrankenhaus, kurz SimPatiK, und weitere so genannte SkillsLabs untergebracht. Hier können Medizinstudierende mit Hilfe von durch Schauspieler dargestellten Simulationspatienten ihre handwerklichen und kommunikativen Fertigkeiten unter realen Bedingungen trainieren.
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