Über 1.300 neue Bäume für Erlangen!

Mehr Grün bedeutet mehr Lebensqualität – gerade auch in Innenstädten. Erlangen hat das Thema jetzt zur Herzenssache erklärt. Foto: © alotofpeople/Fotolia.com
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ERLANGEN (pm/mue) - Zum Internationalen Tag des Baumes startete Ende April die zweijährige städtische Kampagne „Erlanger Herzenssache – Gemeinsam für unsere Bäume“.

Mit Informationen und Veranstaltungen will die Stadt über den Schutz und Erhalt des Altbaumbestandes und über Neupflanzungen im Stadtgebiet aufklären und die Menschen sensibilisieren, sich mit dem „Geschöpf“ Baum zu beschäftigen und es zur eigenen Herzenssache zu machen.

Bäume können aus verschiedenen Gründen unter Druck geraten: Der Klimawandel sorgt für trockene Jahresverläufe und heiße, dürre Sommerperioden, die insbesondere Birke, Erle und Kiefer sowie die Hainbuche schädigen. Gerade in der Innenstadt liegt ein hoher Nutzungsdruck auf den Flächen, denn viele Menschen wollen auf engem Raum leben und arbeiten. Notwendige Veränderungen der Infrastruktur für Verkehr, Versorgungsleitungen und Neubauten aber auch Baumkrankheiten machen Fällungen erforderlich.

Passende Standorte oft schwierig zu finden

Die Zahl der in Erlangen gefällten Bäume, die auf Grund ihres Umfangs und ihrer Höhe der Baumschutzverordnung unterliegen, ist in den Jahren 2015 bis 2017 angestiegen. Insgesamt wurden von 2012 bis 2017 im gesamten Stadtgebiet rund 1.300 städtische Bäume gefällt, rund 1.100 Bäume wurden bereits nachgepflanzt. Alles in allem, so hieß es auf Nachfrage aus dem Rathaus, wolle man mit Blick auf Neupflanzungen die 1.300 deutlich übertreffen. Häufig ist es jedoch schwierig, genügend passende Standorte zu finden. „Innenstädte sind wahre Stressstandorte mit begrenztem Raum für Wurzeln, verdichteter Erde, hohen Verkehrsbelastungen und extremem Mikroklima“, erläutert Umweltbürgermeisterin Susanne Lender-Cassens die Probleme. Die Stadtverwaltung reagiert auf diese Entwicklung: Für 2018 ist geplant, die Zahl der Baumpflanzungen zu steigern. Insgesamt sind rund 200 Neupflanzungen geplant, 120 davon alleine im Frühjahr. „Wir werden uns dabei insbesondere auf die innerstädtischen Bereiche konzentrieren, wo es bisher eine negative Entwicklung gibt,“ so Lender-Cassens. Doch die Diskussion werde schwierig bleiben; im hochversiegelten Innenstadtraum sei es extrem schwierig, geeignete Standorte für Neupflanzungen zu finden. „Wir dürfen nicht die dringend notwendige Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, die Verhinderung von übermäßigem Flächenfraß und das Thema Grün in der Stadt gegeneinander ausspielen“, betont Lender-Cassens.

Via E-Mail baumradar@stadt.erlangen.de können von Bürgerinnen und Bürgern Vorschläge für Baumstandorte gemeldet werden. Die Abteilung Stadtgrün prüft dann, ob eine Bepflanzung möglich ist.

Weitere Informationen unter:www.erlangen.de/stadtbaeume

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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