Sängerbund zu Gast im Heimatministerium

Von links : Bgm. Rudi Braun Weißenohe, Landrat Dr. Herrmann Ulm, Kerstin Homberg, Vizepräsidentin Fränkischer Sängerbund, Bundeschorleiter Dr. Gerald Fink, Prof. Dr. Friedhelm Brusniak, Präsident des Fränkischen Sängerbundes mit weiteren Vereinsmitgliedern. (Foto: Eduard Nöth)
Nürnberg: Heimatministerium |

Treffen zur Finanzierung des geplanten Chorzentrums Kloster Weißenohe

FORCHHEIM/NÜRNBERG (en/rr) – Die Spitze des Fränkischen Sängerbundes und der Vorstand des Fördervereins „Chorakademie im ehemaligen Benediktinerkloster Weißenohe e.V.“ wurden gemeinsam mit Landrat Dr. Hermann Ulm am Dienstsitz des Bayerischen Staatsministeriums für Finanzen, Landesentwicklung und Heimat in Nürnberg von Staatssekretär Dr. Hans Reichhart empfangen. Im Vordergrund standen die Aufgabenstellung und die Finanzierung des geplanten Chorzentrums Kloster Weißenohe.

Musikalische Volksbildung als Aufgabe

Dabei betonte der neue Präsident des FSB Prof. Dr. Friedhelm Brusniak, dass der Fränkische Sängerbund über seine eigenen Mitglieds-Chöre hinaus auch andere Gruppen und Ensembles, vor allem Kinder und Jugendliche sowie Senioren fördert.
„Wir nehmen so eine viel weit gefasstere Aufgabe im Bereich der musikalischen Volksbildung wahr, als möglicherweise im öffentlichen Bewusstsein präsent ist“, so Brusniak. Mit Blick auf das im Aufbau begriffene Chorzentrum in Weißenohe sei klar, dass hier auch eine Anlaufstelle geschaffen werde, die über Verbandsgrenzen hinweg Bildungs-Multiplikationsfunktionen für weite Kreise der Gesellschaft wahrnehmen werde.

Dieter Christoph, der die Planungen in Weißenohe intensiv begleitet, stellte das Bauvorhaben und die Investitionen für die Revitalisierung und Sanierung des Prälatenbaus und des für den Betriebsablauf dringend erforderlichen Gästehauses mit 68 Übernachtungsmöglichkeiten vor.

Fördergeldgebergespräch in Bayreuth

Staatssekretär Dr. Reichhart bedankte sich für das Engagement und würdigte die gute Planung. Um einen belastbaren Finanzierungsplan zu erstellen, müssen die beteiligten Ressorts die Vorschläge überprüfen und die unterschiedlichen Fördermöglichkeiten ausloten. Deshalb findet am 6. Dezember in Bayreuth ein Fördergeldgebergespräch statt.

Die Bundestagsabgeordnete und 2. Vorsitzende des Fördervereins Dr. Silke Launert aus Bayreuth sicherte zu, dass sie sich auch in Berlin für eine Förderung des Projekts stark mache.

Revitalisierung eines überregional bedeutsamen Denkmals

Der Fördervereinsvorsitzende Eduard Nöth betonte, dass der Bauherr ganz im Sinne der Strategie der Bayerischen Staatsregierung plane. Er möchte mit dem Chorzentrum Kloster Weißenohe das Thema „Heimat“ neu besetzen und mit einem zukunftsfähigen Zentrum für alle, die singen, dirigieren, komponieren und sich in Chorverbänden engagieren, neu definieren. Zudem gehe es um die sinnvolle Nachnutzung und Revitalisierung eines überregional bedeutsamen Denkmals, die Bewahrung und Weiterentwicklung eines traditionellen Kulturgutes und die Stärkung des ländlichen Raumes.

Landrat Dr. Ulm und Bürgermeister Rudi Braun betonten die Bedeutung und Notwendigkeit dieses Zentrums gerade für den Tourismus in der Fränkischen Schweiz. Gerade dieser Raum des Landkreises, so Dr. Ulm, sei mit Übernachtungsmöglichkeiten nicht gesegnet. Beide Politiker appellierten daher an die Staatsregierung, die städtebauliche Situation der kleinsten Gemeinde im Landkreis mit der Umsetzung dieses modellhaften Projekts zu verbessern und zu stärken.
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