Fürther Wirtschaft soll mehr ins Rampenlicht rücken

Ganz im Geiste von Ludwig Erhard möchten Gerhard Fuchs (IHK), Fürths OB Thomas Jung und Wirtschaftsreferent Horst Müller (v.li.n.re.) die Fürther Wirtschaft stärker in den Fokus rücken. Foto: Ebersberger
  • Ganz im Geiste von Ludwig Erhard möchten Gerhard Fuchs (IHK), Fürths OB Thomas Jung und Wirtschaftsreferent Horst Müller (v.li.n.re.) die Fürther Wirtschaft stärker in den Fokus rücken. Foto: Ebersberger
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FÜRTH - (web) „Fürth zieht an und hält fest.“ Schaut man sich das Bevölkerungswachstum der Stadt in den vergangenen Jahren an, so hat dieser Satz durchaus seine Richtigkeit. Dennoch. Das Image als Wirtschaftsstandort könnte durchaus besser sein. Eine Imagekampagne soll jetzt helfen.

Die Industrie- und Handelskammer hat gemeinsam mit dem Wirtschaftsreferat der Stadt Fürth eine Umfrage bei 50 in der Kleeblattstadt ansässigen Unternehmen durchgeführt. Dabei hat sich gezeigt, dass die Firmenchefs durchaus zufrieden sind mit der positiven Entwicklung der Stadt, allerdings die Wirtschaft als Imageträger zu kurz kommt. Hier will man nun nachbessern.
Gerhard Fuchs, der Leiter der IHK-Geschäftsstelle Fürth, stellte fest, dass immerhin jedes 7. IHK-Mitgliedsunternehmen in MIttelfranken aus der Kleeblattstadt kommt. Zudem besitze man in der stark mittelstandsgeprägten Struktur wichtige Firmen von nationaler oder auch internationaler Bedeutung. Darunter auch Weltmarktführer. Vor allem die Spielwarenfirmen stehen hier im Mittelpunkt, aber auch Uvex. Bestens gemeistert habe man in Fürth auch den Niedergang der großen Traditionsunternehmen Quelle und Grundig. Größter Imageträger ist jedoch derzeit die SpVgg Greuther Fürth. Das zeigt auch die Auswertung von mehr als 230 Artikeln der überregionalen Süddeutschen Zeitung.
Attribute wie „aufstrebend“, „vielfältig“, „weltoffen“ oder auch „fortschrittlich“ sind für die befragten Unternehmen die wichtigsten Merkmale für den Wirtschaftsstandort. „Traditionell“, „bieder“ und auch „zurückhaltend“ genießt hingegen wenig Wertschätzung, ist aber in Fürth noch sehr ausgprägt. Das sei schon ein sehr Fürth-typisches Phänomen weiß auch Wirtschafsreferent Horst Müller und gebraucht dabei den Begriff „Hidden Champion“. Da ist man Marktführer in seinem Bereich und kommuniziert dies aber gar nicht oder sehr wenig nach außen. Genau hier will man also mit einer Imagekampagne ansetzen. Immerhin habe sich Fürth ja schon längst von der einst „grauen Maus“ zu einer „sehr lebenswerten, grünen Stadt“ entwickelt, so Gerhrad Fuchs. Die „Neue Mitte“ steht dabei auch sinnbildlich für den Aufschwung als Einkaufsstadt.
Damit diese Entwicklung weitergeht, bereits ansässige Firmen sich vergrößern und neue Unternehmen sich ansiedeln können, will die Stadt hierfür auch neue Gewerbeflächen vor allem am Hafen zur Verfügung stellen. Müller spricht von rund 200.000 Quadratmetern. „Ein neues BMW-Werk“, so OB Jung, sei aber nicht zu erwarten. Auch hier liegt der Fokus auf dem Mittelstand.
Zunächst aber soll die Imagekampagne in Auftrag gegeben werden. HIerfür muss der Stadtrat noch grünes Licht geben, in einem Wettberweb soll dann die dafür zuständige Werbeagentur gefunden werden. Mitte 2018 sollte dann das Sieger-Konzept starten.

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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