Hilfe für Bedürftige
Manfred Roth Stiftung spendet im November 55.000 Euro

Die 20.000-Euro-Spende an das Diakonische Werk Weißenburg-Gunzenhausen war nur ein Teil der zahlreichen Spenden im November. Insgesamt schüttete die Manfred Roth Stiftung 55.000 Euro aus. Zur Übergabe am NORMA-Hauptsitz in Fürth kam unter anderem der Geschäftsführer des Diakonischen Werks Martin Ruffertshöfer (M.). Überreicht haben den Scheck die Stiftungsräte Dr. Wilhelm Polster (l.) und Klaus Teichmann (r.).  | Foto: © NORMA
  • Die 20.000-Euro-Spende an das Diakonische Werk Weißenburg-Gunzenhausen war nur ein Teil der zahlreichen Spenden im November. Insgesamt schüttete die Manfred Roth Stiftung 55.000 Euro aus. Zur Übergabe am NORMA-Hauptsitz in Fürth kam unter anderem der Geschäftsführer des Diakonischen Werks Martin Ruffertshöfer (M.). Überreicht haben den Scheck die Stiftungsräte Dr. Wilhelm Polster (l.) und Klaus Teichmann (r.).
  • Foto: © NORMA
  • hochgeladen von Arthur Kreklau

FÜRTH (pm/ak) – Erneut hat die Manfred Roth Stiftung aus Fürth insgesamt 55.000 Euro an regionale Initiativen gespendet, die sich für Sozial- und Bildungsprojekte einsetzen. Zu den Begünstigten zählen unter anderem Kindergärten, Lernangebote für ältere Menschen sowie Hilfsprojekte für Langzeitarbeitslose.

Bei den sechs Spendenübergaben am NORMA-Unternehmenssitz wurden die Spendenschecks von Stiftungsvorstand Dr. Wilhelm Polster und Stiftungsrat Klaus Teichmann übergeben. „Statt eine große Summe für nur ein Hilfsprojekt zu vergeben, setzen wir auf viele kleinere Spenden. Aus den Gesprächen mit den regionalen Einrichtungen wissen wir, dass diese Geldbeträge sehr sinnvoll eingesetzt werden können. Sie helfen den häufig ehrenamtlich engagierten Menschen dabei, sich auf ihre Arbeit konzentrieren zu können. Wir räumen den Weg hier gerne frei und ermöglichen es so, dass jeder von ihnen einen tollen Beitrag für das sozial- und bildungspolitische Zusammenleben in unserer Gesellschaft leisten kann“, so Dr. Wilhelm Polster über das Vorgehen der Manfred Roth Stiftung.

Alleine in diesem Jahr hat die nach dem NORMA-Gründer benannte Stiftung so bereits mehr als 100.000 Euro an zahlreiche Initiativen und Vereine vergeben. Sie alle verbindet, dass sie mit dem Stiftungszweck – der noch zu Lebzeiten von Manfred Roth festgelegt wurde – übereinstimmen: Unterstützung von Wissenschaft und Forschung, Bildung und Erziehung sowie die Individualförderung stehen dabei im Mittelpunkt.

Vom Umbau eines Kindergartens bis zur Hilfe für Langzeitarbeitslose

Die Initiative „Reif fürs Leben“ wurde mit 5.000 Euro bedacht. Die Arbeitsgruppe besteht unter anderem aus Christiane Schmidt, der Seniorenbeauftragten der Stadt Fürth, Rudolf Koch, dem Referenten für Altersfragen im Evangelischen Dekanat Fürth, sowie Friederike Süß und Ute Böttcher vom Caritasverband für Stadt und Landkreis Fürth e.V. Ziel ist es, dass „die zweite Lebenshälfte unserer Mitmenschen positiv angegangen wird“, erklärt Pfarrer Rudolf Koch bei der Spendenübergabe und ergänzt: „Das Älterwerden soll positiv besetzt werden. Wir bereiten Menschen auf die Rente vor und gehen dabei unter anderem der Frage nach, wie wir nach einem Berufsleben mit dichtem Alltag unseren Ruhestand mit Sinn erfüllen können.“ Dazu finden unter anderem Online-Workshops oder Lesungen statt, die sich mit spannenden Themen rund um die
Zukunft der Teilnehmenden befassen.

Die Kirchengemeinde St. Martin hat von der Manfred Roth Stiftung eine Spende in Höhe von 5.000 Euro in Empfang genommen. Manuela Visang, die Kindergartenleiterin von „Die flinken Finken“, freut sich besonders über das Geld und weiß bereits, wo es eingesetzt werden soll: „Das Kindergartengebäude wird aktuell komplett renoviert. Die Kinder sind daher in Ausweich-Containern untergebracht. In diesem Zusammenhang wird auch die Inneneinrichtung noch besser auf die Bedürfnisse der Kinder angepasst. So ist in der Mitte ein großer Begegnungsort mit Kinder-Café geplant. Darüber hinaus bauen wir gerade einen Bauwagen zu einer Art Forschungswerkstatt für die Kleinen um – es gibt wortwörtlich allerlei Baustellen, da hilft das Geld enorm.“ Bei der Spendenübergabe waren auch Anette Reichstein, Vertrauensfrau des Kirchenvorstandes, sowie Florian Wörnle, Pfarrer der Kirchengemeinde St.Martin, mit dabei.

Die Kirchliche Beschäftigungsinitiative Fürth e. V. wurde bei der Übergabe der 10.000-Euro-Spende von Arthur Tirier vertreten. Der Verein hilft mit den Projekten „Dienstleistungszentrum“ und „Alltagsbegleiter“ langzeitarbeitslosen Menschen in der Region dabei, sich wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Tirier, der in der Verwaltung des Dienstleistungszentrums arbeitet, erläutert: „Die Kunden und Kundinnen unseres Dienstleistungszentrums haben unterschiedliche Pflegegrade und werden im Alltag von unseren Mitarbeitenden unterstützt. Die Gepflegten schaffen es so leichter durch das Leben und unsere Mitarbeitenden, die vor der Beschäftigung bei uns langzeitarbeitslos waren, sammeln neue Erfahrung in der Arbeitswelt. Neben ihrer Tätigkeit werden unsere Mitarbeitenden von uns auch sozialpädagogisch begleitet und kontinuierlich für den sogenannten ersten Arbeitsmarkt vorbereitet.“ Die Spende hilft dabei, die Beratung und Begleitung der Teams, wie auch der Kunden und Kundinnen, aufrechtzuerhalten und unter anderem die Regiekosten für die pädagogischen Leistungen durch das Team von Andrea Naumann zu decken.

Das Diakonische Werk Weißenburg-Gunzenhausen e. V. um Geschäftsführer Martin Ruffertshöfer freut sich über die großzügige Spende der Manfred Roth Stiftung: 20.000 Euro fließen in die Arbeit des Kinder- und Familienzentrums Arche Noah, das erst Anfang des Jahres eröffnet wurde und Platz für mehr als 160 Kinder im Alter von einem bis zwölf Jahren bietet. Das Ziel der Einrichtung ist es, Kindern wie Eltern unterschiedlicher Herkunft den Zugang zu Bildung und (kultureller) Entwicklung zu ermöglichen, um ihnen gleiche Chancen und Teilhabemöglichkeiten zu bieten. Gleichzeitig will die Einrichtung den Eltern und Familien Ansprechpartner in verschiedensten Fragen der Erziehung und Entwicklung sein. „Solche Summen sind wir nicht gewohnt – wir, die Verantwortlichen und Mitarbeitenden, danken der Stiftung auch im Namen der Kinder von ganzem Herzen. Denn mit dieser großzügigen Zuwendung können wir unsere Arbeit weiter verwirklichen und so Bildung und Erziehung fördern“, sagt Martin Ruffertshöfer und dankt dabei  insbesondere Dr. Wilhelm Polster und Klaus Teichmann.

Auch in der Fürther Einrichtung „Wohnheime Frühlingsstraße“ ist die Freude über die Zuwendung der Manfred Roth Stiftung in Höhe von 10.000 Euro groß. Die soziale Einrichtung, deren Trägerverein der „Deutsche Evangelische Frauenbund, Landesverband Bayern, Freundeskreis e. V., Fürth“ ist, verfügt über 40 Plätze in einer stationären Wohnform für psychisch erkrankte Frauen sowie für Mütter und Kinder, die die Herausforderungen des Alltags alleine oft nicht bewältigen können. Darüber hinaus betreuen die Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter weitere 35 Familien über einen ambulanten Dienst – und genau dem kommt die Spende zu Gute: Die 10.000 Euro flossen bereits in ein neues E-Auto. „Die Spende ist wirklich Gold wert, weil wir so unsere Hausbesuche noch besser koordinieren und für die Familien vor Ort da sein können. Wir sind unheimlich dankbar!“, sagt Heimleiterin Daniela Zimmerer.

Weitere 5.000 Euro schüttete die Manfred Roth Stiftung aus, um das Freiwilligen-Zentrum Fürth zu unterstützen. Genauer gesagt profitiert davon das Projekt „Zeit für Nachbarn“, ein Besuchsdienst für Seniorinnen und Senioren. „Viele ältere Menschen, die noch zu Hause wohnen, haben kaum Anschluss und leiden unter Einsamkeit – ein Problem, das sich seit Beginn der Pandemie dramatisch vergrößert hat. Diesen Menschen möchten wir mehr Kontakte und Austausch ermöglichen“, erklärt Ulrike Wießmann-Adler, die im Freiwilligen-Zentrum Fürth für das Fundraising verantwortlich ist. Dabei sucht die Einrichtung Freiwillige, die regelmäßig Zeit mit den älteren Menschen verbringen und auf deren Bedürfnisse eingehen. Derzeit nehmen rund 30 Seniorinnen und Senioren und genauso viele Freiwillige an dem Projekt teil. „Durch diese tolle Spende ist das Projekt ‚Zeit für Nachbarn‘ für das kommende Jahr zu großen Teilen gesichert – ein tolles Gefühl“, freut sich Ulrike Wießmann-Adler.

Autor:

Arthur Kreklau aus Fürth

Webseite von Arthur Kreklau
Arthur Kreklau auf Facebook
Arthur Kreklau auf Instagram
Arthur Kreklau auf X (vormals Twitter)
following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

24 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.