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Geschäftszahlen 2018 vorgestellt
BayWa Franken steigert Umsatz weiter - Digitale Lösungen stärken Präsenz vor Ort

(Von links nach rechts): Günter Schuster, Spartengeschäftsführer Technik, Dieter Popp, Leiter Business Service Center, Jochen Schneider, Spartengeschäftsführer Baustoffe, Wolfgang Stolz, Regionalleiter Energie, und Bernhard Schleicher, Spartengeschäftsführer Agrar
  • (Von links nach rechts): Günter Schuster, Spartengeschäftsführer Technik, Dieter Popp, Leiter Business Service Center, Jochen Schneider, Spartengeschäftsführer Baustoffe, Wolfgang Stolz, Regionalleiter Energie, und Bernhard Schleicher, Spartengeschäftsführer Agrar
  • Foto: BayWa
  • hochgeladen von Arthur Kreklau

BAMBERG (pm/ak)  – Die BayWa Franken hat 2018 den Umsatz auf 1,07 Mrd. Euro gesteigert (Vorjahr: 1,03 Mrd. Euro). Die Bereiche Technik, Energie und Baustoffe legten deutlich zu. Agrar schnitt angesichts der letztjährigen Trockenheit zufriedenstellend ab. Die BayWa setzt 2019 ihre Investitionen in Ober- und Mittelfranken fort, bringt weitere digitale Lösungen in die Region und Angebote für die Wärmewende beim Verbraucher. Für das internationale Gebrauchtmaschinenzentrum in Bamberg gibt es eine weitere Halle, der Baustoffbereich investiert in Coburg und Lauf. Agrar baut die Silo- und Stückgutlogistik in Ober- und Mittelfranken weiter aus, im Energiebereich wird die Infrastruktur für Holzpellets zusätzlich gestärkt.

Im Jahr 2018 investierte die BayWa in Franken
über 16 Mio. Euro. Rund 70 Prozent der Aufträge gingen an Unternehmen, Handwerker und Dienstleister in der Region. Für das laufende Jahr sind an den Standorten Investitionen in Höhe von gut 20 Mio. Euro geplant. „Bei den Investitionen legt die BayWa ein besonderes Augenmerk darauf, digitale Innovationen mit den Standorten in der Region zu verknüpfen. Online-Angebote und Präsenz vor Ort verbinden wir zu einer starken Leistung für unsere Kunden“, sagte Dieter Popp, Leiter des Business Service Centers, bei der Präsentation der Geschäftszahlen am Dienstag in Bamberg. Traditionell stark engagiert sich die BayWa in der Aus- und Weiterbildung in der Region. Die BayWa ist in Franken in den Bereichen Agrar, Technik, Energie und Baustoffe mit rund 2.200 Mitarbeitern vertreten; darunter sind rund 13 Prozent Azubis. Diese Ausbildungsquote liegt deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Zudem kann die BayWa in Franken eine Übernahmequote von fast 80 Prozent vorweisen.

Agrar: Gegen den Trend Umsatz gesteigert

Der Umsatz im Agrarbereich stieg in Ober- und Mittelfranken leicht auf 124 Mio. Euro (Vorjahr: 122 Mio. Euro). „Durch die Trockenheit im Sommer gingen die Ernte- und Erfassungsmengen beim Getreide deutlich zurück. Infolge des Niedrigwassers auf den Flüssen blieb das Erntegut teils in den Lagern. Wetterbedingt wurden auch weniger Pflanzenschutzmittel und Dünger nachgefragt. Wir konnten den Umsatz in Ober- und Mittelfranken gegen den Trend steigern, insbesondere durch einen höheren Absatz bei Futtermitteln“, merkte Bernhard Schleicher, Spartengeschäftsführer Agrar, an. Das Jahr 2019 sei gut angelaufen, bei durchschnittlichem Verlauf von Witterung und Vegetation werde der Umsatz weiter steigen.

Schleicher sprach auch den Strukturwandel in der Landwirtschaft an. „Die Entwicklung zu immer weniger und dafür größeren landwirtschaftlichen Betrieben sehen wir schon seit Jahren – und diese Entwicklung wird sich fortsetzen. Die Aufgabe der BayWa besteht darin, diesen Strukturwandel zu begleiten und den Landwirt an leistungsfähigen Standorten zu bedienen, verbunden mit digitalen Angeboten. Beispielsweise ist in den vergangenen Jahren in Bamberg ein leistungsfähiges Kompetenzzentrum für die Landwirtschaft von heute und morgen entstanden.“

Die BayWa investierte im Agrarbereich in den vergangenen fünf Jahren in Franken insgesamt gut 23 Mio. Euro. So fanden 2018 unter anderem in Bamberg, Großwalbur und Herrieden Modernisierungen statt. 2019 gehen unter anderem die Investitionen in Silo- und Stückgutlogistik weiter. Insgesamt liegen die Agrar-Investitionen in Franken 2018/2019 bei 6,7 Mio. Euro.

Bio gewinnt an Bedeutung

Die Nachfrage nach Bioprodukten steigt und der Anteil der ökologischen Landwirtschaft nimmt zu. Die BayWa hat durch die Mitgliedschaft im Qualitätsprogramm „Bayerisches Bio-Siegel“ die Vermarktung von ökologisch erzeugten Agrarprodukten ausgebaut und ist zudem Mitglied im Biokreis e.V. „Neben der Erfassung und Vermarktung von Bio-Produkten bieten wir für die ökologische Landwirtschaft ein Spektrum, das von Saatgut über Düngemittel bis hin zu Futtermitteln reicht“, so Bernhard Schleicher. Und Günter Schuster, Spartengeschäftsführer Technik, ergänzt: „Dass die Bedeutung der Öko-Landwirtschaft wächst, sehen wir auch bei der Nachfrage nach Maschinen. Striegel und Hacken für die mechanische Bearbeitung der Felder spielen eine immer größere Rolle.“

Stickstoffdüngung mit dem N-Manager

Was den schonenden Umgang mit Ressourcen anbelangt, hat die BayWa ihr Angebot an Smart Farming-Lösungen weiter ausgebaut und verfeinert. Ein Beispiel dafür ist die Stickstoffdüngung. „Das Thema treibt unsere Kunden sehr um – gerade auch vor dem Hintergrund der Düngeverordnung“, so Schleicher und Schuster. Mit dem N-Manager von FarmFacts, einer BayWa Tochter, können Landwirte die Teilflächen ihrer Felder bedarfsgerecht mit Stickstoff düngen. Basis dafür sind satellitengestützte Feld- und Bestandsanalysen. Mit dem N-Manager kann der Landwirt die Mengen der Düngeverordnung einhalten, Ressourcen schonend arbeiten und zugleich Erträge auf optimalem Niveau erzielen.

Technik: Hohe Investitionsbereitschaft der Landwirte

Angesichts guter Erzeugerpreise bei Getreide, Milch und Fleisch haben die Landwirte 2018 verstärkt in neue Maschinen investiert; auch bei Stallbauten steigerte die Technik den Umsatz. Zudem erhöhte sich der Umsatz am internationalen Gebrauchtmaschinen-Zentrum Bamberg; der Start des Mietparks schlug ebenfalls zu Buche. Der Technik-Umsatz lag 2018 in Ober- und Mittelfranken bei 136 Mio. Euro (Vorjahr: 117 Mio. Euro). „Traktoren waren ebenso gefragt wie Düngetechnik – hier macht sich ebenso die Düngeverordnung bemerkbar“, sagte Günter Schuster. Und fuhr fort: „Wir sind auch mit hohem Auftragsbestand ins neue Jahr gestartet.“

Die Technik investiert 2018/2019 in Franken insgesamt fast 10 Mio. Euro. So gibt es für das internationale Gebrauchtmaschinenzentrum in Bamberg eine weitere Halle. In Ansbach entstand ein neuer Bremsenprüfstand. In Fürth werden Verkaufsraum und Büro angebaut. In Gunzenhausen steht eine Betriebserweiterung an, in Ermetzhofen der Neubau einer Halle. Forchheim bekommt einen neuen Bremsenprüfstand.


Energie: Lösungen für die Wärmewende

Im Energiebereich stieg der Umsatz in Ober- und Mittelfranken auf 182 Mio. Euro (Vorjahr: 166 Mio. Euro). Wie Wolfgang Stolz, Regionalleiter Franken, erläuterte, war 2018 das Heizöl- und Kraftstoffgeschäft durch besondere Ereignisse geprägt: durch das Niedrigwasser auf den Flüssen und den Ausfall bei einem Lieferanten durch die Explosion in der Raffinerie Vohburg in Oberbayern. „Durch eine breit aufgestellte Beschaffung und eine leistungsstarke eigene Logistik konnten wir unsere Kunden in diesen Phasen jederzeit bedienen“, so Stolz. Der Energiebereich investiert 2018/2019 in Franken insgesamt rund 4,3 Mio. Euro; unter anderem in eine weitere Stärkung der Logistik.

Weiter zugelegt hat die BayWa mit ihren Angeboten für die Wärmwende beim Verbraucher. So stieg die Zahl der Hausbesitzer, die CO2-neutral mit Holzpellets heizen. Der Energiebereich vermarktet auch die Holzpellets aus dem neuen Werk der WUN Pellets GmbH in Wunsiedel, an der die BayWa beteiligt ist. Dort werden Sägerestholz und Abfallholz aus der Region verarbeitet. Darüber hinaus bietet die BayWa Energie Dienstleistungs GmbH schlüsselfertige Wärme, die zu fast 90 Prozent aus regenerativen Quellen gespeist wird, vor allem aus Holzhackschnitzeln. Die BayWa liefert die Wärme dabei im Rahmen eines Contracting-Modells. Sie übernimmt Planung, Projektierung und Bau der Heizanlagen, zudem Betrieb, Service und Brennstoffversorgung. Zielgruppe sind Betreiber von Wohnanlagen, Gewerbe oder Kommunen.

Baustoffe: Mit starker Logistik gepunktet

Der Baustoffbereich steigerte in Ober- und Mittelfranken den Umsatz auf 150 Mio. Euro (Vorjahr: 140 Mio. Euro). „Wir konnten in allen Sortimentsbereichen zulegen. Die Nachfrage war in der Branche 2018 insgesamt sehr hoch. Um Handwerker, Bauunternehmen und Privatkunden jederzeit bedienen zu können, kam uns unsere leistungsfähige Logistik sehr zugute “, sagte Jochen Schneider, Spartengeschäftsführer Baustoffe. Der Baustoffbereich investiert 2018/2019 gut 16 Mio. Euro in Franken: Schwerpunkte sind dabei das neue Bauzentrum in Lauf, das neue Bürogebäude in Coburg und eine neue Lagerhalle in Ansbach.

Für Handwerker und Bauunternehmen hat die BayWa eine in der Branche einmalige Verknüpfung von digitalem Angebot und Leistung vor Ort geschaffen. Online kaufen -vor Ort abholen: Die Kunden können ihre Baustoffe im Internet bestellen und einen Wunsch-Standort bestimmen, an dem sie die Waren abholen wollen. „Die Produkte werden innerhalb von drei Stunden für den Kunden bereitgestellt – an welchem Betrieb er sie auch abholen möchte“, erläutert Jochen Schneider. Das Baustoffe Online-Portal, das zahlreiche Zusatzservices wie etwa Belegverwaltung bietet, nutzen inzwischen schon knapp 7.000 Profi-Kunden.

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