OB Thomas Jung verrät: Das habe ich 2019 mit Fürth vor!

Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung hat gut lachen, sowohl der Rückblick auf das rundum gelungene Jubiläumsjahr 2018 als auch der Ausblick auf 2019 geben ihm viel Grund zur Freude. (Foto: Arthur Kreklau)
 
Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung und Klinikumsvorstand Peter Krappmann planen schon seit langem den Um- und Neubau des Klinikums Fürth. 2019 startet das größte Bauprojekt der Stadtgeschichte. (Foto: Ebersberger)
Fürth: Rathaus |

FÜRTH (pm/ak) - Beim traditionellen Pressegespräch informierte OB Thomas Jung über Projekte und Vorhaben im Jahr 2019 und schaute zurück auf 2018.

Im zurückliegenden Jahr zeigte sich die Stadt von ihrer charmanten, gastfreundlichen und weltoffenen Seite. Neben vielen Veranstaltungen wurden im Rahmen des Jubiläums auch viele städtebauliche Maßnahmen durchgeführt.
So wurde Fürth durch die Anpflanzung von mehr als 16.000 Bäumen und Sträuchern noch grüner.
Der Anbau für das Jüdische Museum Franken und der Neubau des Ludwig-Erhard-Zentrums machten die Stadt, mit der Neugestaltung des Dr.-Martin-Luther-Platzes, dem Albrecht-Dürer-Platz und dem Jean-Mandel-Platz, urbaner.
Gastlicher wurde Fürth durch die Eröffnung des „Felsenkeller“ im Stadtwald, „Humbser & Freunde“ im Sudhaus der ehemaligen Humbser Brauerei und dem nui Hotel saddle in der Gebhardtstraße.
Als Wirtschaftsstandort konnte Fürth ebenfalls punkten. So liegt die Arbeitslosenquote aktuell bei 4,6%. Dies ist zum Einen der Erweiterung bestehender Standorte wie Wolf ButterBack oder Hoefer & Sohn zu verdanken, zum Anderen kamen im Gewerbegebiet Hardhöhe mit Solectrix, dem Umweltlabor Analytik Institut Rietzler und Brillen Zettner (sie statten beispielsweise James Bond aus) neue Firmenansiedlungen hinzu. Zuletzt verlegten noch die Online Printers, in den Top 5 der Branche vertreten, ihr Hauptquartier in die Uferstadt.
Im Haushaltsjahr 2018 gelang es, die Schulden der Stadt um 15 Millionen Euro abzubauen. Ziel ist es auch im laufenden Jahr die Schuldenlast zu reduzieren und auf unter 200 Millionen Euro zu senken. Das Investitionsvolumen beläuft sich im aktuellen Haushalt auf über 47 Millionen von dem der Hauptteil in die Bereiche Schule und Kinderbetreuung fließt.

Das Stadtbild wird sich auch im laufenden Jahr weiter verändern. Die Fußgängerzone wird um die Ludwig-Erhard-Straße und die Hallstraße mit dem umgestalteten Hallplatz erweitert. Auch wenn die neue Feuerwache am Schießanger erst in 2020 fertig wird, werden schon eifrig Pläne geschmiedet was mit der alten Feuerwache geschehen soll. Das Filet-Stück zwischen Rathaus und Fluss weckt viele Begehrlichkeiten. Letztlich wird die künftige Verwendung davon abhängen ob das Heinrich Schliemann Gymnasium Bedarf anmeldet. Durch die direkte Nachbarschaft scheint hier ein Umzug oder eine Erweiterung als am wahrscheinlichsten.
Neben der neuen und der alten Feuerwache stehen weitere spektakuläre Großbaustellen an. So wird die Wolfsgrubermühle zu einem Hotel umgebaut und der Hauptbahnhof saniert. In diesem Zug wandelt sich der Bahnhofplatz in eine Mobilitätsdrehscheibe die mit entsprechenden baulichen Maßnahmen den Bahn- und öffentlichen Nahverkehr mit der Auto- und Fahrradnutzung koppelt.
Mit einer ökologischen Verkehrswende soll durch neue Fahrradstraßen und Buslinien Vorrang für Bus und Rad geschaffen werden. Dazu gehören auch weitere Elektrobusse und Car-Sharing-Angebote im Stadtgebiet sowie zwei Parkhäuser in der Süd- und der Oststadt.
Eine wahre Mammutaufgabe wird mit den Neu- und Umbaumaßnahmen für ein konkurrenz- und zukunftsfähiges Klinikum in Angriff genommen. Das 130 Millionen Euro teuere Vorhaben ist das größte Projekt der Stadtgeschichte und wird vermutlich nicht vor 2030 fertig gestellt. Zur Freude der Stadt steuert der Freistaat knapp 100 Millionen Euro zu den Baukosten bei.
In der Innenstadt wird aus dem City Center nun Flair Fürth, mit der Eröffnung ist im Herbst 2020 zu rechnen. Hier präsentieren sich künftig Einzelhandel und Gastronomie auf einer Fläche die etwa doppelt so groß ist wie die der Neuen Mitte.
Ebenfalls bis ins Jahr 2020 werden insgesamt 500 Kita-Plätze entstehen. Im Investitionstopf für Kinderbetreuung, Schulen und Bildung sind darüber hinaus noch drei neue Spielplätze, Planungsleistungen für das Helene-Lange- und Heinrich-Schliemann-Gymnasium und die Ludwig-Erhard-Schule enthalten, ebenso der Erweiterungsbau der Mensa Pestalozzischule. Der Erweiterungsbau der Wilhelm-Löhe-Hochschule und der Neubau der Fachakademie für Sozialpädagogik werden dieses Jahr fertig gestellt.

Digitalisierung ist ein weiteres großes Thema in der Stadtverwaltung. Auch in Fürth sollen E-Government-Anwendungen künftig Ämterbesuche überflüssig machen. Der dafür nötige Ausbau der Fürther Internet- und App-Präsenz erfordert zusätzliche Investitionen in Ausrüstung, Infrastruktur und Personal. Dr. Thomas Jung machte deutlich, dass die Stadt ihre Wachstumsmöglichkeiten nahezu ausgeschöpft hat. Die kommunalen Kleingärten, das Knoblauchsland und das Flusstal sind tabu und auch sonst stehen keine größeren Gewerbe- oder Wohnflächen mehr zur Bebauung zur Verfügung. Damit wird Fürth den Charakter einer überschaubaren Großstadt erhalten und auch in Zukunft nicht gefährden. Alle Planungen und auch die Verabschiedung des aktuellen Haushalts geben innerhalb des im Rathaus vertretenen Parteienspektrums keinen Grund für Streit. Über alle Rathaus-Fraktionen hinweg herrscht Einigkeit über die angestrebten Projekte und den eingeschlagenen Kurs der Stadtspitze.
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