OB Thomas Jung verspricht: "Fürth wird grüner, strahlender und urbaner!"

Fürths OB Thomas Jung freut sich auf die vielen Veranstaltungen im Jubiläumsjahr, weiß aber auch dass die Stadt neben dieser Kür noch viele "Pflichtaufgaben" zu bewältigen hat. (Foto: Stadt Fürth)

FÜRTH - (web) „Grüner, strahlender und urbaner“ soll sich die Kleeblattstadt am Ende des Jahres präsentieren. So zumindest verspricht es Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung, der in seinem überwiegend positiven Ausblick auf 2018 aber auch ein paar dunklere Wolken am weißgrünen Himmel sieht.

Die Frage musste ja kommen, schien sich Jung zu denken, als ein Journalist quasi mit dem Schlusspfiff der Pressekonferenz doch noch das Kleeblatt und dessen derzeitige Abstiegssorgen ins Spiel brachte. Naja, ein „Weltuntergang“ wär es sicher nicht, dennoch würde ein Abstieg der SpVgg Greuther Fürth schon „sehr schmerzen“, so das Stadtoberhaupt.
Dabei hatte Thomas Jung bis zu diesem Zeitpunkt doch fast ausnahmslos Schönes zu verkünden, steht doch auch ein großes Jubiläumsjahr an: Fürth feiert mit einem vielfältigen und bunten Programm 200 Jahre Stadterhebung.
Und so sollen im Zuge des Jubläums auch rund 200 neue Bäume im Stadtgebiet gepflanzt werden, es entstehen neue „Energiewälder“ sowie ein weiterer interkultureller Garten. Auch etliche Fassaden werden begrünt.
Und was macht Fürth strahlender? Vor allem die neuen, dauerhaften Lichtakzente am Stadtmuseum, dem Kulturforum, der Volkshochschule, der St.Paulskirche sowie am historischen Sudhaus der ehemaligen Humbser-Brauerei. Im November sorgen zudem im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten weitere Lichtinstallationen für mehr Strahlkraft.
Für mehr Urbanität sollen nicht nur das Jüdische Museum mit seinem neuen Anbau und das Ludwig-Erhard-Zentrum sorgen. Auch die Neugestaltung des Helmplatzes, des Platzes vor dem Stadttheater sowie der Paulskirche machen Fürth ebenso urbaner wie die Auffrischung der Hirschenstraße.
Bei aller Vorfreude auf das Jubiläumsprogramm hat OB Jung aber auch seine „Pflichtaufgaben“ fest im Visier. So steht die Schaffung von ausreichend bezahlbaren Wohnraum wie etwa auf dem ehemaligen Norma-Gelände ganz oben auf der Agenda. Ebenso der Ausbau der Kinderbetreuung. Hier sollen vor allem weitere 500 Betreuungsplätze für Drei- bis Sechsjährige die Bilanz aufbessern.
In Sachen Gustavstraße hat der Stadtrat mit einem neuen Bebauungsplan zwar Weichen gestellt, doch sieht Jung neue Klagen auf die Stadt zukommen. Auch der S-Bahnverschwenk kann das Jubiläumsjahr nochmal belasten. 2017 hat man den Prozess gegen die Bahn gewonnen, jedoch, so scheint es bislang, will diese die Niederlage nicht klaglos hinnehmen. Da könnte eine erneute Verzögerung drohen.
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