Kinder sollen gestärkt werden - Kinderhaus Stein setzt auf Marte-Meo-Methode

STEIN (pm/ak) - „Das Gute sichtbar machen und sich davon motivieren und stärken lassen“, das will die Marte-Meo-Methode erreichen, erklärt Leiterin Petra Henle-Dietzel. Mit zehn qualifizierten „Marte-Meo-Practitioners“, also speziell ausgebildeten Erzieherinnen, ist das Steiner Kinderhaus einzigartig in der Region.

Mit dieser Ausrichtung möchte das Kinderhaus Stein die Entwicklung der Kinder fördern und die Verbindung zwischen Eltern und Kind intensivieren. Mittels Videosequenzen können Situationen, beispielsweise im freiem Spiel oder in der Kommunikation mit Erwachsenen und anderen Kindern, analysiert werden. „Dabei gilt es vor allem, das Gute besonders groß zu machen“, so Henle-Dietzel. Das bedeutet, dass die gefilmte Videosequenz so geschnitten wird, dass der Betrachter vor allem das sieht, was das Kind besonders gut kann. „Zum Beispiel, wenn es im Spiel mit anderen besonders rücksichtsvoll ist“, so Henle-Dietzel. Was die Videosequenzen auch oft sichtbar machen, ist „dass wir Erwachsenen sehr oft zu schnell in unserem Handeln sind. Kinder kommen dabei gar nicht mit, werden gehetzt und verlieren die Verbindung zu den Erwachsenen“, erläutert die Kinderhaus-Leiterin gegenüber Landrat Matthias Dießl und Erstem Bürgermeister Kurt Krömer. Beide waren gekommen, um sich näher über die Methodik und den Stand der Ausbildung im Steiner Kinderhaus zu informieren.

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