Landratsamt zeigt neue Blickwinkel auf Sucht, und Hilfe zur Genesung
Neue Ausstellung „Fürth Sucht Hilfe“

Ausstellungseröffnung im Landratsamt v.r.n.l.: Michael Bischoff, Geschäftsführer der Caritas und Günther Engel, Psychosoziale Beratungsstelle stellen Landrat Matthias Dießl die Ausstellung näher vor.
  • Ausstellungseröffnung im Landratsamt v.r.n.l.: Michael Bischoff, Geschäftsführer der Caritas und Günther Engel, Psychosoziale Beratungsstelle stellen Landrat Matthias Dießl die Ausstellung näher vor.
  • Foto: Landratsamt Fürth
  • hochgeladen von Arthur Kreklau

ZIRNDORF (pm/ak) - Im Anschluss an die bundesweite Themenwoche „Alkohol“, hat nun die Psychosoziale Beratungsstelle des Caritasverbandes für Stadt und Landkreis Fürth die Thematik aufgegriffen und möchte in der Ausstellung „Fürth Sucht Hilfe“, die im Foyer des Zirndorfer Landratsamtes zu sehen ist, auf das Thema aufmerksam machen.
Sucht ist weit verbreitet. Ein Zehntel der Bevölkerung leidet zum Beispiel an einer Abhängigkeit von Nikotin, Alkohol, Medikamenten, illegalen Drogen, oder Glückspiel. Alle sieben Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch an den Folgen seines Alkoholkonsums.Doch viele Menschen sehen Sucht noch immer nicht als eine Krankheit an. Günther Engel von der Psychosozialen Beratungsstelle erklärt, „noch immer werden die Willensschwäche der Person und ein labiler Charakter als Gründe für das Konsumverhalten gesehen. Das Stigma der eigenen Schuld an der Erkrankung ist weit verbreitet. Appelle wie „hör doch einfach auf“ oder „konsumiere halt weniger“ als Reaktion auf auffälliges Konsumverhalten helfen den Betroffenen in der Regel nicht.“
Aussichtslos ist die Situation für Betroffene, nach Erfahrungswerten der Caritas aber nicht. „Seit 40 Jahren gibt es die Caritas-Suchtberatung zwischenzeitlich. Missbräuchliches Konsumverhalten sowie eine Suchterkrankung ist behandelbar“, so Michael Bischoff Geschäftsführer der Caritas. Es gelte, so früh wie möglich adäquat zu reagieren und den Kreislauf der abhängigen Konsummuster zu unterbrechen, die dahinterliegenden Gründe aufzudecken und zu bearbeiten.
Mit der Ausstellung im Landratsamt soll das Thema nun für jeden erfahrbar werden. Ein neuer Blickwinkel zum Thema Sucht und der Hilfe zur Genesung soll hergestellt werden. Studierende der TH Nürnberg haben zu diesem Zweck Informationen zum Ausstellungsthema gesammelt und Interviews mit Betroffenen geführt.
„Eine beeindruckende Ausstellung“ so Landrat Matthias Dießl.

Noch bis 18. Juni können Interessierte die Ausstellung nun besuchen.

Autor:

Arthur Kreklau aus Fürth

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