Regenwürmern auf der Spur
Unermüdliche Helfer der Landwirtschaft

Der Regenwurm als Bodenverbesserer (v.l.n.r.): Kreisobmann Peter Köninger, Horst Krehn AELF, Landrat Matthias Dießl und Steffen Köninger bei der Spatendiagnose.
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  • Der Regenwurm als Bodenverbesserer (v.l.n.r.): Kreisobmann Peter Köninger, Horst Krehn AELF, Landrat Matthias Dießl und Steffen Köninger bei der Spatendiagnose.
  • Foto: Landratsamt Fürth
  • hochgeladen von Arthur Kreklau

WILHERMSDORF (pm/ak) - Sie sind blind, taub, stumm, können nur kriechen und haben noch nicht einmal einen irgendwie besonders geformten Körper. Dennoch sind sie für den Boden sowie für die Humusbildung enorm wichtig.

Die Regionalinitiative “Gutes aus dem Fürther Land” hat sich zusammen mit Landrat Matthias Dießl auf einem Feld in Kreben (Wilhermsdorf) informiert, welche Vorteile das Vorhandensein von Regenwürmern auf den Ackerboden haben kann. Dabei spielt auch die sogenannte Mulchsaat eine wichtige Rolle: Unter Mulchsaat versteht man ein pflugloses Saatverfahren, bei dem die Pflanzenreste einer Zwischenfrucht die Bodenoberfläche bedecken und diese dadurch vor Bodenerosion und Verschlämmung schützt - eine nachhaltige Landwirtschaft also.
“Mulchsaat in Verbindung mit minimaler Bodenbearbeitung ist besonders vorteilhaft, weil dann auch weniger mit den Traktoren und Maschinen gefahren werden muss, das spart Kraftstoff und reduziert den CO2-Ausstoß. Durch den Aufbau an Humus im Boden wird auch gleichzeitig CO2 gespeichert.”, so Kreisobmann Peter Köninger.
Außerdem ermöglicht das Verfahren eine hohe biologische Aktivität im Boden - wie etwa durch Regenwürmer und andere Kleinstlebewesen. Etwa 3 Tonnen je Hektar beträgt die mittlere Menge an mikrobieller Biomasse in Ackerböden. Dies entspricht etwa 15 Tonnen Frischmasse.
Mit einer Spatendiagnose kann herausgefunden werden, wie “lebendig” die Erde ist. Dabei spielt das Vorkommen von Regenwürmern als Indikator eine große Rolle. Die unterirdischen Mitarbeiter fördern durch ihre vielseitigen Leistungen die Bodenfruchtbarkeit und sind Zeiger eines biologisch aktiven Bodens. Durch ihre Grabtätigkeit sind Regenwürmer, die den höchsten Biomasseanteil unter den Bodentieren erreichen, die wichtigste aktiv das Bodengefüge verändernde Tiergruppe.

Der Regenwurm als Bodenverbesserer (v.l.n.r.): Kreisobmann Peter Köninger, Horst Krehn AELF, Landrat Matthias Dießl und Steffen Köninger bei der Spatendiagnose.
Regenwürmer sorgen für eine gute Qualität des Bodens.

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