Deutsche Slalom-Meisterschaft
„Rother Slalommafia erlebt den Mythos Rennslalom Groß Dölln!“

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Zum Megaslalomwochende in Groß Dölln mussten die Fahrer vom ATR-RS Racing Team einige Zeit auf der Auto­bahn verbringen. 120 km hinter Berlin im absoluten Niemandsland kurz vor Templin fanden auf dem Driving Center Groß Dölln die finalen Endläufe zur Deutschen Slalom-Meisterschaft statt. Die für den AC Stein fahrenden Bauer, Kroner und Schuhmann ergatterten einen der begehrten Startplätze.

Nachdem Bauer, Schumann und Kroner schon Rennslalomklassiker wie Waldkraiburg, Oschersleben oder Eggenfel­den gefahren sind, stellten sie sich diesmal dem Mythos Groß Dölln. Bekannt als Deutschlands längster und schnells­ter Rennslalom. Was für die Bergfahrer Trento Bondone ist ist für die Slalomfahrer Groß Dölln. Der Slalom den man einmal im Leben fahren muss. Diesmal wurden vier komplette Rennen an einem Wochenende gefahren. Geschuldet war dies der Corona Pandemie. Samstag ging es auch noch um den legendären Titel „Goldener Bär von Berlin“. Der goldene Bär wurde schon vor über 50 Jahren, damals noch auf der Avus, ausgefahren.

Pünktlich um 8.45 Uhr am Samstag morgen ging die erste Startgruppe bei kaltem aber trockenem Wetter auf die Strecke. Markus Kroner stand als erster Rother mit seinem BMW 316i an der Startlinie. Bereits im Training wurde klar das man es hier mit einer richtig schnellen Nummer zu tun hatte. Während man beim Slalom normalerweise sel­ten über den dritten Gang hinaus kommt musste Kroner hier überlegen schon vor der ersten Kehre in den fünften Gang zu schalten. Da sprechen wir dann selbst in der Serienklasse von einer Geschwindigkeit um die 150 km/h. Das ist beim Slalom dann schon richtig schnell. Vor dem 1. Wertungslauf setzte starker Regen ein. Kroner fuhr zum Rei­fenwechsel ins Fahrerlager. Doch der Regen wurde schon wieder weniger. Trotzdem war die Strecke komplett feucht und an manchen Stellen stand etwas Wasser. Da jedoch keiner der anderen Starter auf Regenreifen wechselte rollte Kroner wieder mit Slicks an den Start zum 1. Lauf. Es ging gut bis kurz vors Ziel. Bei der Anfahrt zur Zielgasse kam er zu weit nach rechts auf eine feuchte Stelle. Der BMW stellte sich erst quer um dann vehement in Richtung Infield abzufliegen. Nach ein wenig kreiseln kam er ohne Einschlag zum stehen. Zurück im Vorstartbereich kamen mehrere Fahrer, darunter auch einige ehemalige Deutsche Meister, zum BMW um Kroner aufmunternd auf die Schulter zu klopfen. Ist ja schließlich alles nochmal gut gegangen. Definitiv eine schöne Geste kurz nach so einem Highspeed Abflug. Der Kampf um die Platzierungen war durch den Abflug natürlich erstmal gelaufen. Direkt im Anschluss wur­den die Wertungsläufe zum 2. Rennen am Samstag gestartet. Kroner kam immer besser mit der Strecke zurecht und belegte am Ende einen respektablen Platz im Mittelfeld dieser stark besetzten Klasse.
In der nächsten Startgruppe waren dann Bauer und Schuhmann auf Ihrem pfeilschnellen Polo vertreten. Leider in ei­ner sehr schwach besetzten Klasse F8. Mit Slicks und auf trockener Strecke absolvierten die beiden ihren Trainings­lauf. Dann setzte kurz vor Ende des Trainings wieder starker Regen ein. Plötzlich wurden überall Regenreifen aufge­zogen. Nur ein Starter versuchte es weiter auf Slicks verlor aber pro Lauf über 30 sek auf die Regenreifenfahrer. Schuhmann und Bauer pushten sich gegenseitig von Lauf zu Lauf und kamen immer besser mit der Strecke und den vorherrschenden Bedingungen zurecht. Schneller durch den Parcours kam nur Bartel und gewann damit die Klasse. Auf den weiteren Podiumsplätzen landeten die Polofahrer. Zufrieden wurde der Polo im Parc Ferme abgestellt.

Das Fazit, nach Tag 1 Highspeedslalom, der drei Rother fiel durchwegs positiv aus. Hier bekommt man erstmal mit wie schnell man Tore und Gassen durchfahren kann ohne zu schmeißen oder abzufliegen. Und aufgrund der wesent­lich längeren Strecken als beim Clubsport Slalom kommt man viel mehr ans fahren. Beendet wurde der Tag im Hal­lenbad und bei griechischer Folklore.

Sonntag morgen kam man wieder pünktlich im Fahrerlager an. Diesmal alles trocken und kein Regen in Sicht. Aller­dings war der Kroner BMW im Fahrerlager völlig zugefroren. Das ließ die Spannung steigen ob man bei so kaltem Wetter überhaupt Temperatur in die Slicks bekommen würde und sie so ans arbeiten bringt. Gefahren wurde die fast identische Strecke vom Samstag nur diesmal in die entgegengesetzte Richtung. Trotz der kalten Temperaturen funk­tionierten die Slicks tadellos. Im 1. Lauf wollte Kroner allerdings zuviel und verpasste ein Tor knapp. Durch die er­haltenen 15 Strafsekunden verbaute er sich die Aussicht auf eine gute Position im 1. Rennen. Die restlichen Läufe absolvierte er ohne weiteren Probleme. Mit seiner besten Zeit des Tages im letzten Lauf war Kroner mehr als zu­frieden mit seinem Wochenende.
Als nächstes zeigten wieder Bauer und Schuhmann ihr Können. Dieses konnten sie alle Läufe auf Slicks bestreiten. Von Lauf zu Lauf wurden die beiden schneller und lieferten sich, wie schon so oft, ein Duell im Hundertstelbereich. Nur der Bartel Polo fuhr wieder schnellere Zeiten. Die beiden konnten also wieder aufs Podium fahren! Schade nur das so wenig Teilnehmer in ihrer Klasse am Start waren. Aufgrund des Punktesystems in der Deutschen Slalom-Meisterschaft (mehr Starter in der Klasse gibt mehr Punkte) ist ihnen daher ein wesentlich besserer Platz im Gesamt­klassement der Deutschen Meisterschaft verwehrt geblieben.

Zufrieden konnten die drei Rother die lange Heimreise antreten. Immer noch das Adrenalingrinsen im Gesicht. Kein Wunder erlebte man doch die letzten zwei Tage den Mythos „Rennslalom Groß Dölln“ am eigenen Leib.

Schuhmann und Kroner sind vom Rennslalomvirus infiziert und planen 2021 die gesamte Deutsche Rennslalommeis­terschaft zu fahren. Auch Bauer ist dem ganzen nicht abgeneigt. Schließlich fehlen den dreien noch ein paar schnelle Rennslalomklassiker in ihrer Sammlung. Hier seien nur Bitburg, Trophy Schöne Aussicht oder Ahrweiler am Nür­burgring genannt. Somit steht also was auf ihrer Agenda für 2021.

Autor:

Markus Kroner aus Landkreis Roth

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