Tugendhafter Sympath mit stahlharten Muskeln
Abarth 595 Competizione röhrt und fightet wie ein Großer

Die Verbindung zur Straße stellt der Abarth 595 Competizione auf eine Weise her, die man einem Kleinstwagen nie zutrauen würde: Das Vorderachsdifferential koppelt die Pneus zuverlässig mit dem Teer. Beim beherzten Herausbeschleunigen aus engen Kurven ist stetig Grip vorhanden; selbst auf Winterpneus.
Foto: Auto-Medienportal.Net/Dennis Gauert
  • Die Verbindung zur Straße stellt der Abarth 595 Competizione auf eine Weise her, die man einem Kleinstwagen nie zutrauen würde: Das Vorderachsdifferential koppelt die Pneus zuverlässig mit dem Teer. Beim beherzten Herausbeschleunigen aus engen Kurven ist stetig Grip vorhanden; selbst auf Winterpneus.
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(ampnet/mue) - Mit der Neuauflage des Fiat 500 haben sich die Italiener im Jahr 2007 zurück in die Herzen der Kleinstwagenklasse gespielt. Und schon wie über 60 Jahre zuvor sind es auch Männer, die den 500 aufgrund seiner Eigenheiten gerne fahren. Tuner Abarth hat das Potential lange erkannt und setzt den kleinen Fiat abermals als 595 Competizione auf Anabolika.

Wenn der Abarth 595 Competizione durch die Landschaft braust, ist es für die Umwelt ein bisschen so, als sei Rambo zurück aus dem Krieg: Die Muskeln sind gewachsen, der Gang hart wie Stahl, das Selbstbewusstsein auf dem Zenith, und dazu säuft er wie ein Loch. Dabei ist der kleine Brecher immer noch ein tugendhafter Sympath: Trotz der bescheidenen Abmessungen finden auch Menschen über 1,90 Meter auf den Vordersitzen Platz, der Kofferraum fasst immerhin 185, mit umgeklappten Rücksitzen sogar 610 Liter. Auf dem 1.4-Liter-Vierzylinder bläst ein Garrett-Turbolader zum Kampf, der den kurzen Italiener mit zwei Bar Ladedruck gehörig anschubst. 180 PS stehen in der Sportversion zur Verfügung, die es mit gut 1.100 Kilogramm Leergewicht zu tun bekommen. Die schweren Knochen hat sich der 500 durch den Turbomotor, das optionale Sperrdifferential, Stabis und die Festkolbenbremsanlage zugelegt. Auf der anderen Seite sparen klappbare Sabelt-Carbonschalen ein paar Kilogramm ein.

Die Grundausstattung des 595 Competizione ist ohne das optionale Performance-Paket allerdings nicht wirklich komplett; denn nur gegen Aufpreis kommen das mechanische Sperrdifferential, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen und die Sabelt-Sitze erst ins Spiel. Ausgegangen von dieser Konfiguration erwartet den Fahrer ein sportlicher Hochsitz mit Go-Kart-Qualitäten. Wer es stilecht will, bestellt noch die Carbon-Armaturenbrettverkleidung dazu – dann ist der Zustieg in den 595 Competizione ein Erlebnis der dritten Art.

Schnittig-mondänes Klangerlebnis

Im normalen Fahrmodus lässt es der 595 Competizione noch vergleichsweise ruhig angehen: Der Lader schiebt leise vor sich hin, das Ansprechverhalten bleibt zivil. Hier sind acht Liter Verbrauch realistisch. Der normale Alltagsbetrieb gelingt auf diese Weise angenehm, schnittig und mondän. Geht der Finger jedoch auf die Sport-Taste im Armaturenbrett, mutiert der 500 zu einem Feuerstuhl: Das Ansprechverhalten und der Ladedruck steigen, die Auspuffklappen der serienmäßigen Dual-Mode-Abgasanlage Record Monza sind voll geöffnet. Und der Turbolader zwitschert dann schon im Leerlauf wie ein dicker Piepmatz. Ab 4.000 Umdrehungen in der Minute schießt der Abarth den Vogel dann gänzlich ab: Fast zwei Bar Ladedruck pressen die Kolben in die Pleuele und bei der Gaswegnahme klingt‘s wie in eine Tuba gehustet. Die Italiener wissen einfach, was Spaß macht.

Fiat 500 Abarth 595 Competizione  –  Daten kompakt

Abmessungen (L x B x H): 3,66 x 1,63 x 1,49 m
Motor: Reihenvierzylinder mit Turboaufladung, 1.368 ccm Hubraum
Kraftübertragung: Vorderradantrieb mit optionaler Differentialsperre,
Fünf-Gang-Schaltgetriebe
Leistung: 180 PS (132 kW) bei 5.500 U/min
Max. Drehmoment: 250 Nm bei 3.000 U/min
Null auf 100 km/h: 6,7 Sek.
Höchstgeschwindigkeit: 225 km/h
Leergewicht: 1.145 Kilogramm
Max. Zuladung: 315 Kilogramm
Wendekreis: 9,5 Meter
Tankvolumen: 35 Liter
Testverbrauch: 10,5 Liter
Realverbrauch: 8 Liter

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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