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Raubvogel für Straße und Gelände
Ford Ranger Raptor „bügelt“ locker alles glatt!

Ford Ranger Raptor.
Foto: Autoren-Union Mobilität/Ford

(aum/mue) - In Europa gelten Pick-ups vor allem als Fahrzeuge für Handwerker und Landwirte – und entsprechend überschaubar ist die Marktdurchdringung.

Marktführer bei den in hässliches Deutsch übersetzten Pritschenwagen ist seit Jahren Ford mit dem Ranger. „Jeder Dritte in Europa zugelassene Pick-up ist ein Ranger“, erklärte ein Markensprecher bei der Vorstellung des neuen Ranger Raptor, der im Laufe des Jahres auf den Markt rollen soll. In den USA steht Raptor für einen 450 PS starken F-150 – im Vergleich zum „amerikanischen Bruder“ kommt der Ranger Raptor mit etwas bescheideneren Werten zu den hiesigen Kunden. Der drei Liter große Ecoboost-V6-Twinturbo leistet 288 PS (212 kW) und besitzt ein Drehmoment von 491 Newtonmetern. Diesel-Versionen (2,0-Liter-Vierzylinder und 3,0-Liter-V6) folgen im nächsten Frühjahr. Das Kraftpaket nutzt eine Zehn-Gang-Automatik zur Kraftübertragung, und das Triebwerk, versprechen die Ford-Entwickler, soll die Befehle vom Gaspedal spontan an die vier Antriebsräder übertragen. Verantwortlich dafür ist das so genannte Anti-Lag-System, das einen hohen Ladedruck über den gesamten Drehzahlbereich garantiert. Die aus dem Rennsport stammende Technik wurde zuerst beim Ford GT und Focus ST eingesetzt.

Dass der Raptor (englisch für „Raubvogel“), der als Doppelkabine auf den Markt kommt, nicht spielen will, zeigt bereits sein wuchtiges Design mit einem formatfüllenden Grill und weit ausgestellten Radhäusern. Unübersehbar prangt der Ford-Schriftzug auf dem Grill, der von einer C-förmigen Lichtsignatur eingerahmt wird. „Der Raptor ist unser Teufelskerl in der Ranger-Baureihe“, erklärt Ford-Manager Hans Schep. Über ein 12,4 Zoll großes Kombi-Instrument werden die wichtigsten Informationen abgerufen, und ein zwölf Zoll messender zweiter Bildschirm ist als Kommunikationszentrum ausgelegt.

Fahrprogramme für jede Situtaion

Getestet wurde der Raptor im australischen Outback. Ziel war in aller Bescheidenheit, den „ultimativen Leistungs-Pick-up zu entwickeln“, erklärt Dave Burn, leitender Programmingenieur für den Ranger Raptor. Dafür überarbeiteten die Entwickler das Fahrwerk gründlich und spendierten dem Geländegänger zusätzlich neue Fox-Live-Valve-Stoßdämpfer, um die Handlingeigenschaften auf der Straße und im Gelände zu optimieren. Die Federung passt sich, so die Entwickler, in Echtzeit an. Im Gelände „bügelt das Fahrwerk Unebenheiten und tiefe Spurrillen weg“, verspricht Burn.

Der Raptor kommt erstmals mit einem permanenten Allradantrieb auf den Markt und stellt sieben Fahrprogramme zur Verfügung. Für den Straßenbetrieb stehen „normal“ für Komfort und Kraftstoffeffizienz, sowie „Sport“ für den dynamischeren Fahrstil und „Gras/Kies“ für Fahrten auf rutschigen oder unebenen Oberflächen. Im Gelände stehen die Einstellungen „Stein/Fels“, „Sand/Schnee“, „Schlamm/Spurrillen“ sowie „Baja“ für den sportlichen Einsatz zur Verfügung.

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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