Hier kommt der „Anti-Bronco“
Jeep Wrangler Rubicon 392 Concept ärgert die Konkurrenz

Der neue Jeep Rubicon 392 Concept.
Foto: Auto-Medienportal.Net/Jeep

(ampnet/mue) - Man kann Hubraum nur durch eines ersetzen: Mehr Hubraum.

Nach dieser altbewährten Devise hat Jeep jetzt eine Fahrzeugstudie enthüllt, die den legendären Wrangler per Griff ins markeneigene Regal deutlich von der Konkurrenz distanziert. Unter der Haube des Jeep Wrangler Rubicon 392 Concept sitzt ein 6,4-Liter-V8-Saugmotor mit hemisphärischen Brennräumen, der stolze 456 PS leistet und 610 Nm Drehmoment produziert. Derart motorisiert schafft der im schönen Farbton „Granitkristall“ lackierte Jeep Wrangler den Spurt von Null auf 100 km/h in knapp vier Sekunden; das Untersetzungsgetriebe sorgt für hervorragende Geländeeigenschaften, während der Klappenauspuff einen eindrucksvollen Klangteppich ausrollt.

Natürlich ist es kein Zufall, dass Jeep gerade jetzt ein neues Concept Car zeigt. Denn die Berichterstattung über den neuen Ford Bronco, einen direkten Konkurrenten des Jeep Wrangler, überschlägt sich derzeit geradezu. Ford hat es geschafft, einen authentischen Konkurrenten auf die Räder zu stellen, der mit seinem Retro-Design den nostalgischen Reflex der Amerikaner exakt trifft. Umso mehr dürfte es Ford aber schmerzen, dass Jeep mit der Wrangler-Studie Salz – oder Granitkristall – in eine Wunde streut, die sich so schnell nicht schließen wird: Auch beim Bronco bleibt Ford dem fragwürdigen Ansatz der Downsizing-Motoren treu. Und so wird der Kult-Geländewagen nicht etwa wie früher von bulligen V8-Motoren angetrieben, sondern von einem mageren 2,3-Liter-Vierzylinder. Gegen Aufpreis gibt es immerhin einen 2,7-Liter-V6. Mehr ist bei Ford auch gegen Geld und gute Worte nicht drin.

Eine Steilvorlage also für Jeep, die man jetzt geschickt nutzt. Bleibt zu hoffen, dass die Marke den V8-motorisierten Wrangler auch in Deutschland anbietet. Denn das laut Pressetext „am besten wiedererkennbare Fahrzeug des Planeten“ ist hierzulande lediglich mit Vierzylindermotoren zu bekommen – während in den USA schon heute immerhin ein 3,6-Liter-V6 in den Listen steht.

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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