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Neuer Audi A8 kommt auch als „Horch“-Version
Mehr Oberklassen-Luxus geht eigentlich kaum!

Audi A8 L.
Foto: Autoren-Union Mobilität/Audi

(aum/mue) - Der Audi V8 (interne Bezeichnung: D1) war noch direkt vom Audi 100 abgeleitet, der A8 (D2) von 1994 war bereits ein eigenständiges Modell. Jetzt geht die aktuelle Generation D5 mit einem Facelift in die zweite Lebenshälfte.

Dabei ist der chinesische Markt nach Unternehmensangaben immer wichtiger geworden; Audi hat sich dort früh positioniert, inzwischen entfallen mehr als 60 Prozent der A8-Verkäufe auf China. Da nimmt es nicht Wunder, dass die neue Topversion namens A8 L Horch, die der Mercedes-Maybach S-Klasse nacheifert, nur dort angeboten werden soll. Wobei Horch keine neue Idee ist: Es gab immer wieder eigenständige Design-Vorschläge, und bereits bei der Entwicklung des ersten Audi A8 (D2) stand zur Debatte, die Spitzenversion mit W12-Motor Horch zu nennen. Jetzt ist es soweit: Der teuerste und beste A8 wird ein Horch.

Optisch zeichnet sich der Top-A8 durch betont vertikale Chromleisten im Grill aus, seine Karosserie ist um 13 Zentimeter verlängert, das Panoramadach ist größer, es gibt eigenständige Felgen und insgesamt mehr Chrom. Die eigenständige Horch-Plakette, eine optionale Zweifarben-Lackierung und ein Innenraum mit Rautensteppung und Hochflor-Teppichen unterstreichen das edle Ambiente. Der Sitz hinten rechts, sagt Audi, soll von keinem Wettbewerber übertroffen werden.

Doch auch die profaneren A8-Varianten wurden überarbeitet, an der Front sogar in besonders markanter Weise. Hier wird das übliche Wabenmuster verlassen, die chromglänzende Optik beruft sich auf eine ferne Historie. Ein technischer Höhepunkt sind die LED-Matrix-Scheinwerfer, die mit jeweils 1,3 Millionen Mikrospiegeln arbeiten. Auf die Straße können Pfeile zur Orientierung projiziert werden, und auch die Lichtgraphik am Heck wurde erneuert. Wer sich dem neuen A8 auf weniger als zwei Meter nähert, wird mit sämtlichen OLED-Segmenten begrüßt.

Marke soll „flexibel“ bleiben

Unter der ausladenden Fronthaube finden sich im A8 55 TFSI ein 3,0-Liter-V6 mit 340 PS ((250 kW) sowie im 60 TFSI ein 4,0-Liter-V8 mit 460 PS (338 kW). Gekrönt wird das Modellprogramm motorisch von einer Variante des 4,0-Liter-V8 mit 571 PS (420 kW), der allerdings nur im sportlich geschminkten S8 zu bekommen ist. Ein sparsamer und sauberer 3,0-Liter-V6-TDI soll folgen, genauso wie ein Plug-in-Hybrid, der vor allem im Kurzstreckenverkehr Verbrauchsvorteile bietet.

Audi will aber auch elektrischer werden: Ab 2025 will man nur noch E-Mobile präsentieren – wie beispielsweise ein Modell, das von der Studie Grandsphere abgeleitet ist. Den A8 dann direkt zu ersetzen, das wagt man in Ingolstadt aber doch nicht; Audi will sich nicht festlegen, wie lange dieser Modellzyklus noch laufen wird. Man bleibe vielmehr „flexibel aufgestellt“, und die Modelle werden wohl noch längere Zeit parallel laufen.

Mit seinem klaren Design, seiner Allradtechnik und der Aluminiumstruktur war der erste Audi A8 richtungsweisend und zu seiner Zeit das Maß der Dinge in der Oberklasse. Jetzt biegt das Ingolstädter Flaggschiff endgültig auf die Zielgerade ein.

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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