Erdbeeren im Winter?

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Saisonale Lebensmittel aus der Region

Müssen Erdbeeren aus Übersee unbedingt zur Weihnachtszeit auf den Kuchen, oder tun’s nicht auch ein paar aromatische Äpfel aus der Heimat? Können wir tatsächlich nicht zwei, drei Monate auf den heimischen Spargel warten, der zudem frischer und leckerer auf den Tisch kommt als die Ware aus Peru? – Die Verbraucher können selbst entscheiden, ob immer mehr Lebensmittel auf unserem Tisch landen, die mehr Kilometer zurückgelegt haben als die meisten von uns in zehn oder zwanzig Jahren – und das oftmals sogar im Flugzeug, dem Transportmittel, das mit weitem Abstand die meisten umweltschädlichen Emissionen freisetzt.

Es geht auch anders
Die vernünftige Alternative zu solchen irrwitzigen Transport-Eskapaden sind Lebensmittel, die saisonal in der Region angebaut werden. Die Vorteile liegen auf der Hand:
• Kurze Wege bedeuten überschaubare Strukturen: Sie schaffen Transparenz und Vertrauen für alle Beteiligten. Unerlaubten Praktiken und Lebensmittelskandalen kann so besser vorgebeugt werden. Regional und saisonal erzeugte Lebensmittel unterliegen darüber hinaus den jahreszeitlichen Schwankungen, die Eintönigkeit vermeiden helfen und dafür Vorfreude aufkommen lassen: Vorfreude auf die Erdbeersaison, die Spargelsaison oder die Apfelernte.
• Frisch und ausgereift: Jeder weiß, wie intensiv aromatisch reife, frisch geerntete Tomaten schmecken. Tomaten, die unreif gepflückt und lange transportiert werden, erreichen dieses Aroma bei weitem nicht. Saisonale, regionale Früchte und Gemüse können auf dem Feld ausreifen. Deshalb schmecken sie meist besser und sind reicher an lebensnotwendigen und gesundheitsfördernden Substanzen.

• Förderung der heimischen Landwirtschaft: Lebensmittel, die regional erzeugt und verarbeitet wurden, stärken die heimischen Betriebe und sichern auf diese Weise Arbeitsplätze. Vermarktungskooperationen zwischen Landwirten, Verarbeitern, Händlern und Verbrauchern tragen darüber hinaus zur Existenzsicherung auch kleiner und mittlerer Betriebe bei und stärken so die regionale Wirtschaftskraft.

Die ROSA Kuh
Seit August letzten Jahres gibt es bei der „ROSA Kuh“ in Obermichelbach frische Milch – 24 Stunden am Tag, direkt vom Bauernhof! Dabei handelt es sich um unbehandelte Milch, die nach dem Melken lediglich gefiltert und gekühlt wird und danach direkt aus dem Automaten erhältlich ist. Diese Rohmilch zeichnet sich durch einen natürlichen Fettgehalt und einen besonders hohen Anteil an wertgebenden Inhaltsstoffen aus. Ebenfalls rund um die Uhr erhalten die Verbraucher bei der „ROSA Kuh“ hochwertige Eier, Käse, Wurst, Honig und vieles mehr direkt aus dem Automaten.

Autor:

Die EXPERTEN Redaktion aus Nürnberg

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