Essen auf Rädern

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Seit über 50 Jahren gibt es den praktischen Menüservice schon in Deutschland

Lohnt sich die Mühe, einzukaufen und sich an den Herd zu stellen, um sich dann – möglicherweise sogar nur für sich allein – ein Essen zuzubereiten? Viele ältere Menschen beantworten die Frage mittlerweile mit „Nein!“ und lassen sich ein abwechslungsreiches, schmackhaftes und gesundes Essen nach Hause liefern.
„Essen auf Rädern“ ist ein Angebot, das bereits in den 40er Jahren des vergangenen Jahrhunderts in England entstand. Im Dezember 1943 lieferten die Frauen der britischen Wohlfahrtsorganisation WVS erstmals Essen an alte und pflegebedürftige Menschen aus. Zu Beginn der sechziger Jahre wurden dann auch bei uns in Deutschland die ersten Essen von einem Berliner Nachbarschaftshaus an Kreuzberger Rentner geliefert. Fast zeitgleich wurde ein ähnliches Projekt in Krefeld ins Leben gerufen.
Ziel solcher Projekte war und ist es, ältere, kranke oder in ihrer Mobilität beeinträchtigte Menschen, denen es schwer fällt, jeden Tag einzukaufen oder zu kochen, täglich mit einem warmen Essen zu versorgen. Dabei hat sich das Angebot im Lauf der Jahre stetig erweitert, können immer mehr Sonderwünsche und spezielle Bedürfnisse berücksichtigt werden. Auch die Vielfalt der Gerichte nahm im Lauf der Zeit immer mehr zu. Diese werden dann – nach einem speziellen vom Kunden gewünschten Menüplan – in praktischen Warmhalte-Boxen täglich zur Mittagszeit in die Wohnung geliefert.

Arbeiter-Samariter-Bund
Ein Anbieter dieses Dienstes ist der ASB, der Arbeiter-Samariter-Bund Nürnberg-Fürth e.V. Seit vielen Jahren schon beliefert der ASB seine Kunden ganz nach deren Wünschen und Bedürfnissen. Täglich können diese aus fünf verschiedenen Menüvorschlägen auswählen. Zur Wahl stehen: Zwei Normalkost­menüs, fleischlose Kost, ein Gourmet- und ein Mini-Menü. Bei den meisten Speisen sind entsprechende BE-Angaben vorhanden. Zu den Hauptspeisen kann zusätzlich eine Tagessuppe und ein Dessert bestellt werden.
Die Auftraggeber sind dabei weder an eine spezielle Kost-Art noch an eine tägliche Abnahme gebunden. Das heißt: sie können täglich zwischen den unterschiedlichen Angeboten wechseln oder auch nur an speziellen Tagen die Angebote von „Essen auf Rädern“ nutzen – vielleicht als Ergänzung zu den alltäglichen Speisen, die sie noch selbst zubereiten möchten.

Autor:

Die EXPERTEN Redaktion aus Nürnberg

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