Markt Erlbach und sein Museum

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Rangau-Museum zeigt die lokale Handwerkstradition

Markt Erlbach liegt am Ende der Zenntal-Bahnlinie und ist daher für (Wochenend-) Ausflügler aus dem Ballungsraum Nürnberg-Fürth ausgesprochen gut zu erreichen. In und rund um die Gemeinde auf dem Rücken der Frankenhöhe kommen Naturliebhaber ebenso auf ihre Kosten wie Besucher, die ihre Freizeit aktiv auf dem Fahrrad oder zu Fuß auf einem der zahlreichen Wanderwege, wie etwa dem 21 Kilometer langen Rundweg „Steinpilz“ verbringen möchten.

Rundweg „Steinpilz" (21 km)
Wir starten vom Bahnhof aus nach Westen am Kellerweg bis zum Eichwald. Dort biegt unser Weg nach Norden ab und führt uns nach Buchen ehe wir östlich durch den Nadelwald nach Kappersberg, Haidt und Kemmathen kommen. Hier knickt unser Weg nach Süden ab und führt über Mittelmühle, das Ulsenbachtal und Eschenbach weiter bis zur Anhöhe bei Dietrichshof. Nun gehen wir wieder westwärts durch den herrlichen Wald über Neuselingsbach nach Neu- und Altziegenrück hinab ins Pilsenmühlertal und von hier aus in nordwestlicher Richtung über Hagenhofen zurück nach Markt Erlbach.

Rangau-Handwerker-Museum
Historisch Interessierte sollten in Markt Erlbach unbedingt das 1978 vom dortigen Heimatverein eröffnete Rangau-Handwerker-Museum besuchen.
Das Rangau-Museum für Handwerks- und Landwirtschaftsgeräte hat seine Bleibe im ehemaligen Dekanatsgebäude, einem 1480 errichteten und im Barock ausgebauten Fachwerkbau gefunden. Auf insgesamt fünf Geschossen können darin die reichen Sammlungen zur lokalen Handwerkstradition vom 18. bis 20. Jahrhundert besichtigt werden.
Der Rundgang durch das Museum, das – von Ostern bis zum 1. November – an Sonn- und Feiertagen von 13.00 bis 16.00 Uhr geöffnet ist, beginnt im Vereinszimmer. Neben Exponaten zur Stadtgeschichte kann man im Erdgeschoss Einrichtungsgegenstände des ehemaligen Gemeindekrankenhauses, das Handwerkszeug des letzten Baders von Markt Erlbach, einen Kramerladen aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und eine funktionsfähige Schmiede mit Blasebalg und Esse besichtigen. Mit vor- und frühgeschichtlichen Funden geht es weiter im 1. Obergeschoss, das ansonsten – wie auch die beiden folgenden Stockwerke – vor allem die Werkstätten der unterschiedlichsten Handwerker und landwirtschaftliche Geräte präsentiert und somit einen Eindruck davon vermittelt, wie die Arbeitsbedingungen in früheren Jahrhunderten waren.
Nach so vielen Eindrücken hat man sich eine körperliche Stärkung verdient. Die bekommt man im Landhotel Rangau, wo eine vielfältige Speisekarte mit regionalen und saisonalen Spezialitäten auf den Gast wartet.

Autor:

Die EXPERTEN Redaktion aus Nürnberg

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