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Auch nach dem Tod mit der Natur verbunden
Seit zwei Jahrzehnten erfreut sich die Baumbestattung immer größerer Beliebtheit

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Eine Baumbestattung oder auch Waldbestattung genannt, ist eine noch relativ neue Bestattungsart in Deutschland. Bei dieser Bestattungsform wird die Asche des Verstorbenen in einer aus biologisch abbaubarem Material bestehenden Urne im Wurzelbereich eines Baumes bestattet. In erster Linie Menschen, die immer gerne im Wald spazieren gegangen sind, schätzen die Möglichkeit der Waldbestattung. Kann doch auf diese Weise die Nähe zur Natur, die sie zu Lebzeiten gesucht hatten, auch nach dem Tod bestehen bleiben.

Ursprünglich waren Waldbestattungen unter Nomadenvölkern verbreitet und mit naturreligiösen Vorstellungen verbunden. In der Zeit der Romantik ließen sich dann auch Forstleute und Gutsbesitzer in ihren Wäldern beisetzen.

In zunehmenden Maß gewinnen Baumbestattungen bei uns allerdings erst seit Beginn des 21. Jahrhunderts an Bedeutung. Aschebeisetzungen im Wurzelbereich von Waldbäumen ließ sich der Schweizer Ingenieur Ueli Sauter im Jahr 1993 unter dem Namen „FriedWald“ schützen. Seinem Verständnis nach steht die Aufnahme der Asche-Nährstoffe durch den Baum für die Rückkehr des Verstorbenen in den Kreislauf der Natur. Im Jahr 2000 wurde die Möglichkeit, die Asche Verstorbener an den Wurzeln eines Baumes beizusetzen, auch bei uns in Deutschland bekannt.

FriedWald
Mit dem FriedWald „Reinhardswald“ bei Kassel in Hessen wurde im Jahr 2001 der erste FriedWald Deutschlands eröffnet. Inzwischen gibt es deutschlandweit 64 FriedWald-Standorte – von der Insel Rügen bis zum Bodensee, von Brandenburg bis Nordrhein-Westfalen. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Großraum Nürnberg – jeweils höchstens eine Stunde entfernt – finden sich beispielsweise der FriedWald „Fränkische Schweiz“ bei Ebermannstadt, der FriedWald „Schwanberg“ bei Rödelsee und der FriedWald „Pappenheim“. An all diesen FriedWald-Standorten werden regelmäßig kostenlose Waldführungen angeboten, in deren Rahmen Interessierte den Bestattungswald selbst und das Konzept der Bestattung in der Natur kennenlernen können. Bei dieser Gelegenheit erfahren sie auch, welche Grabarten es im FriedWald gibt, was diese kosten, wie sie zu ihrem persönlichen Baum kommen und wie eine Beisetzung im FriedWald gestaltet werden kann. Selbstverständlich bleibt dabei auch Zeit für individuelle Fragen.

Autor:

Die EXPERTEN Redaktion aus Nürnberg

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