Wildromantischer „Klassiker“

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Wanderung durch die Schwarzachklamm

In früheren Zeiten, als das eigene Auto noch nicht zum Alltag gehörte, zogen die Nürnberger an schönen Sommertagen scharenweise zu Fuß hinaus zum „Brückkanal“. Heute zeugen am Wochenende volle Parkplätze von dessen Beliebtheit. Das imposante, vor 175 Jahren fertiggestellte Bauwerk, mit dem der Ludwig-Donau-Main-Kanal über die Schlucht der Schwarzach geführt wird, ist mit seinen 90 Metern Länge und einer Bogenhöhe von 17 Metern auch heute noch ein eindrucksvolles technisches Zeugnis.

Durch die Schwarzach-Klamm
Doch der unweit von Schwarzach gelegene Brückkanal ist nicht nur ein imposantes Bauwerk sondern gleichzeitig auch Ausgangspunkt zu unserer ungemein reizvollen Wanderung durch die Schwarzachklamm. Tief hat sich die Schwarzach hier in den Sandstein eingeschnitten und glatte Felswände, Höhlen, Felsüberhänge und Felsentore geschaffen.
Auf Holzstufen gelangt man vom Brückkanal aus in das wildromantische Tal, durch das sich die Schwarzach in ihrem sandigen Bett zwängt. Der gut ausgebaute, bei feuchter Witterung allerdings recht glitschige Weg (festes Schuhwerk empfohlen) führt parallel zum Flusslauf durch das von einer üppigen Vegetation gesäumte Tal. Hier führt der Weg eng zwischen Steilhängen und Schwarzach weiter und offenbart nach jeder Biegung neue reizvolle Ausblicke auf eine Landschaft, die man sich so nah am Nürnberger Ballungsraum gar nicht vorzustellen wagt. Vorbei an der Karlshöhle und am Flusskraftwerk-Gsteinach führt der Weg, der für ein kurzes Stück das Tal verlässt, zur Gustav-Adolf-Höhle, in der der Schwedenkönig 1632 nach einem siegreichen Gefecht einen Feldgottesdienst gefeiert haben soll.
Noch einmal zeigt sich die Klamm danach von ihrer wilden Seite, ehe das Tal weiter wird und an dem auf einem steilen Fels aufragenden Petzenschloss vorbeiführt. Danach zweigt der Weg nach rechts ab und führt am Faberschloss Schwarzenbruck zum Alten Kanal, der uns wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt geleitet.

Gasthof Erlbacher
In Schwarzenbruck-Pfeifferhütte, nur ein paar Meter vom Ludwigskanal, lädt der Gasthof Erlbacher zur Rast ein. Auf die Gäste wartet eine abwechslungsreiche Küche mit fränkischen und österreichischen Spezialitäten. Neben Schäuferle (täglich frisch aus der Röhre), Fisch und Bratengerichten bietet der urgemütliche Gasthof mit seinem stimmungsvollen Garten auch vegetarische Gerichte sowie eine wechselnde saisonale Küche (Pfifferlinge, Karpfen...). Zwischen dem Mittagstisch und dem gemütlichen Abendessen runden Kaffee und Kuchen das Angebot ab.

Autor:

Die EXPERTEN Redaktion aus Nürnberg

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