Zwei Brücken für Kaiser Karl

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Sie verbinden den Sebalder und den Lorenzer Stadtteil

Wenn man von „der Karlsbrücke“ spricht, müsste man eigentlich von „den Karlsbrücken“ sprechen, denn es gibt – was selbst viele Nürnberger nicht wissen – zwei Pegnitz-Brücken, die die Trödelmarktinsel mit den jeweils angrenzenden Stadtteilen Sebald und Lorenz verbinden.

Die Obere Karlsbrücke
Die Obere Karlsbrücke, die den Trödelmarkt mit dem Lorenzer Pegnitzufer verbindet, kann – auch von ihrer Bauweise her – auf eine bewegte Geschichte zurückblicken. Bis zum Jahr 1451 handelte es sich bei ihr um eine einfache Holzbrücke, die dann durch eine an steinernen Pfeilern hängende, überdachte Holzbrücke ersetzt wurde. Daher auch der Name „Hängende Brücke“. In den Jahren 1603/04, wurde an ihrer Stelle nach dem Vorbild des italienischen Architekten Andrea Palladio eine mehr als 40 Meter lange und 7,5 Meter breite Holzbrücke errichtet. Auf beiden Seiten der Brüstung waren damals zwanzig kleine Krämerbuden eingerichtet.
1728 musste die baufällige „ABC-Brücke“ bereits erneuert werden. An ihre Stelle trat eine zweibogige Sandsteinbrücke mit Rondellen in der Mitte. In diesen kanzelartigen Rondellen fanden zwei Obelisken Platz. Auf der Spitze des einen (unser Foto) sitzt eine Taube mit einem Ölzweig im Schnabel als Symbol für den Frieden. Auf der gegenüber liegenden Seite soll ein Adler an die Frieden stiftenden Siege Kaiser Karls VI. über die Türken erinnern. Die Brücke wurde zu Ehren des Kaisers und seiner Frau Elisabeth auch „Kaiserbrücke“ oder „Elisabethbrücke“ genannt. Letztendlich setzte sich aber der heutige Name „Karlsbrücke" durch.

Die Untere Karlsbrücke
Die weiter nördlich gelegene Untere Karlsbrücke, die zuvor als „Säubrücke“, „Holzbrücke“, „Derrersbrücke“ oder „Bitterholzbrücke“ bekannt war, verbindet den Trödelmarkt mit dem Sebalder Pegnitzufer. Sie kann – obgleich sie die ältere der beiden Brücken ist – auf keine so wechselhafte Vergangenheit zurückblicken. Die Untere Karlsbrücke wurde im Jahr 1486 aus Sandstein erbaut und ist im wesentlichen bis heute in ihrem Urzustand erhalten.

Gaststätte Karl’s Brückla
Die Gaststätte „Karl’s Brückla“ (früher auch „Göckerla“ genannt) verbindet unter einem Dach Tradition und Moderne. Das historische Ambiente des gemütlichen Gastraums mit seinen 65 Sitzplätzen (dazu kommen bei schönem Wetter 10 Außenplätze) trifft hier auf die klassische und neue Interpretation traditioneller Gerichte aus der fränkischen und deutschen Küche. Zu jeder Zeit erwartet die Gäste eine leckere Auswahl an saisonalen und regionalen Speisen – vom entspannten Mittagsmenü bis zu einem festlichen Dinner am Abend. Begleitet werden die leckeren Gerichte von einer großen Auswahl süffiger Biere sowie von edlen Tropfen von den fränkischen Weinbergen.

Autor:

Die EXPERTEN Redaktion aus Nürnberg

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