Einstige Besitzer freuen sich über Erlöse
Familie Weidler und das geheimnisvolle Kästchen

Herbert Weidler mit Gattin Gabriele und den Töchtern Kathrin (li.) und Kerstin (re.) und dem Schatzkästchen.
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  • Herbert Weidler mit Gattin Gabriele und den Töchtern Kathrin (li.) und Kerstin (re.) und dem Schatzkästchen.
  • Foto: Privat
  • hochgeladen von Victor Schlampp

NÜRNBERG – Es war ein bisserl wie im Märchen, als dem in ganz Deutschland bekannten Nürnberger Auktionator Herbert Weidler ein echtes Schatzkästchen angeboten wurde.

„Ein kleines goldglänzendes Kästchen mit fein gravierten Darstellungen eines Herrn und einer Dame in historischer Gewandung. Da wusste ich sofort, das ist etwas Besonderes“, erzählt der erfahrene Auktionator. Eine unscheinbare Signatur auf dem Deckel brachte ihn auf die Spur: „Michel Mann“. Die Recherche durch das Kunsthistorikerteam des Auktionshauses ergab: ein Nürnberger Kunstschlosser, tätig um das Jahr 1600! „Und das ganz Besondere: Die exzellente Erhaltung, wie eben erst entstanden, jedoch mehr als 400 Jahre alt. Nur: Der Deckel ließ sich trotz vorhandenem Schlüssel nicht öffnen“, so Weidler.
Aber ein alteingesessenes Haus mit 40 Jahren Erfahrung hat für alle Fälle den passenden Spezialisten an der Hand. So wurde kurzerhand ein versierter Restaurator kontaktiert, der das Schatzkästchen vorsichtig öffnete. Und siehe da: Im Innern fanden sich kostbare Diamantringe und historische Goldmünzen. Ein echter Schatz! Und auch das Kästchen selbst erwies sich als wahres Schatzkästlein: Es ging für mehr als 10.000 Euro an einen Sammler. Ein Rekordpreis und das weltweit best erhaltene Hochzeitskästchen dieses Meisters um 1620!
Und es blieb hochkarätig: Zum Aufruf gelangte ein Solitärbrillant von fast fünf Karat Größe in edlem Weißgold gefasst, ebenfalls ein außergewöhnliches Stück, das mit seinem besonderen Feuer die Käufer entflammte und sich bis zu einem Preis von mehr als 15.000 Euro hochsteigerte. Rekordverdächtig ging es weiter: Zum gleichen Preis verkaufte sich eine stimmungsvolle Naturstudie eines Pariser Marinemalers aus dem Jahre 1844, die ihr Limit von 1.000 Euro verfünfzehnfachte. Rekordpreis für diesen Künstler in den letzten Jahren!
Die einstigen Besitzer können sich schon jetzt auf die üppige Auszahlung der Erlöse freuen...

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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