Vortrag im Memorium: Die Friedensverträge nach dem Ersten Weltkrieg

Jörn Leonhard, deutscher Historiker und Autor.
  • Jörn Leonhard, deutscher Historiker und Autor.
  • Foto: Stadt Nürnberg/Ekko von Schwichow
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

NÜRNBERG (pm/nf) - Der Historiker Jörn Leonhard, Direktor des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte Westeuropas an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, spricht in seinem Vortrag „Der überforderte Frieden“ über die Friedensverträge nach dem Ersten Weltkrieg und deren Folgen für die Geschichte des 20. Jahrhunderts. Die Veranstaltung beginnt am Donnerstag, 14. Juni 2018, um 19 Uhr im Memorium Nürnberger Prozesse, Bärenschanzstraße 72.

Aus aller Welt kamen im Frühjahr 1919 Diplomaten und Staatsmänner nach Paris, um den größten Krieg, den die Welt bis dahin gesehen hatte, zu beenden und eine neue Friedensordnung zu errichten. Der Erste Weltkrieg war der erste industrialisierte Massenkrieg. Je länger er dauerte, umso mehr veränderte er die Gesellschaften, die ihn führten. Der Vortrag erkundet die Ereignisse nicht nur in Europa, sondern auch darüber hinaus und zeigt, wie sich Aufbrüche und Untergänge, Revolutionen und fortdauernde Kämpfe mit der Suche nach Frieden verbanden. Dabei werden die hochfliegenden Erwartungen und die teils widersprüchlichen Versprechen ebenso deutlich wie die erdrückenden Probleme bei der Umsetzung und die Unterschiede zwischen den Annahmen in Paris und den Realitäten vor Ort.

Ob untergehende Reiche und neue Staaten, ethnische Minderheiten oder das neue Massenphänomen von Flucht und Vertreibung: Aus dem Kriegsende entstand ein schwieriges Erbe, das die Welt bis heute prägt.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Der Preis des Friedens. Die Neuordnung Europas nach dem Ersten Weltkrieg“, mit der das Memorium Nürnberger Prozesse anlässlich des Kriegsendes vor 100 Jahren die Bedeutung und Folgen der Friedensschlüsse beleuchtet.

Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung unter Telefon 09 11 / 3 21-7 93 72 oder per E-Mail an memorium@stadt.nuernberg.de wird gebeten.

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