Digitale Vergabe: Autobahnprojekt A 3 zwischen Biebelried und Fürth/Erlangen

Der Baubeginn für das Projekt auf der A 3 ist für Januar 2019 geplant.
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Bayerns Staatsbauverwaltung vergibt Autobahnprojekt auf der A 3 erstmals komplett auf elektronischem Wege - Bayerns Innen- und Bauminister Joachim Herrmann: ,,Das ist bundesweit bislang einmalig!"

REGION (pm/nf) - Wie Bayerns Innen- und Bauminister Joachim Herrmann heute bekannt gegeben hat, realisiert Bayern ein Großprojekt von öffentlich-privater Partnerschaft erstmals mit der sogenannten E-Vergabe. Die Autobahndirektion Nordbayern veröffentlicht im Auftrag des Bundes auf einer elektronischen Vergabeplattform die Ausschreibungen für das Autobahnprojekt auf der A 3 zwischen den Autobahnkreuzen Biebelried und Fürth/Erlangen.

Die Strecke soll sechsstreifig ausgebaut werden. Zu den mehr als 70 Kilometern Straßenausbau kommen rund 100 Bauwerke dazu, darunter drei Großbrücken mit mehr als 100 Metern Stützweite und rund 140.000 Quadratmetern Lärmschutzwand. Herrmann: „Der Bund investiert mit dem Projekt in Bayern rund 2,4 Milliarden Euro. Die Menge an Daten, die wir auf die Vergabeplattform der bayerischen Staatsbauverwaltung hochladen, ist gewaltig. Die Bauverwaltung rechnet mit bis zu 20.000 Dateien und einem Datenvolumen von etwa 60 Gigabyte. Bundesweit sind wir damit technischer Vorreiter. Das erspart uns eine Menge an bürokratischem Aufwand.“

Wie Herrmann außerdem bekannt gab, ist es europaweit das erste ÖPP-Großprojekt, bei dem die Vorgaben des neuen Vergaberechts in vollem Umfang wirksam werden. Bereits ab März dieses Jahres sollen die Vergabeunterlagen elektronisch als Download auf der Vergabeplattform der bayerischen Staatsbauverwaltung unter www.meinauftrag.rib.de für Firmen bereitgestellt werden. Wer innerhalb der ersten 30 Tage einen Teilnahmeantrag abgibt und sich als geeignet herausstellt, wird aufgefordert, bis Dezember dieses Jahres ein Erstangebot abzugeben. „Es gibt im gesamten Verfahren keine konventionellen Angebote in Papierform mehr. Wir wickeln alles über die Plattform ab“, so Herrmann.

Herrmann erläuterte, dass eine weitere wichtige Aufgabe der Vergabeplattform darin besteht, die Fragen und Antworten der Bieter zu koordinieren. „Wir rechnen mit bis zu 1.000 Fragen, die beispielsweise Einzelheiten der Referenzplanung betreffen könnten. Die Fragen werden beantwortet und transparent für alle online zur Verfügung gestellt.“

Der Baubeginn für das Projekt auf der A 3 ist für Januar 2019 geplant. „Sämtliche Betriebsdienstleistungen auf der Strecke gehen am 1. Mai des Jahres 2019 von der Autobahndirektion an den Auftragnehmer über, der dann rund 30 Jahre lang eine sehr gute Qualität der Strecke inklusive aller Bauwerke sicherstellen soll“, so Herrmann.

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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