EU-Wahlabend im Presseclub Nürnberg
Europawahl 2019: Dramatische Verluste und starke Zuwächse

Der EU-Wahlabend im Presseclub Nürnberg.
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NÜRNBERG (pm/nd) Politiker, Journalisten und Bürger trafen sich am Wahlabend wie gewohnt im Nürnberger Presseclub. Hier wurde laufend und in Echtzeit über die neuesten Entwicklungen informiert, es wurden Trends verfolgt sowie Zahlen und Ergebnisse analysiert.Als um 18.42 Uhr insgesamt 104 von 515 Wahlbezirken ausgezählt sind, ist sich Wolf Schäfer sicher: ,,Es zeichnet sich ein eindeutiger Trend ab, der sich nicht mehr stark verändern wird."

Der Leiter des Nürnberger Wahlamts wird Recht behalten. Demnach freuen sich die Grünen über starke Zuwächse, die CSU dominiert die Wahl und die SPD muss starke Verluste hinnehmen. Schäfer projiziert eine Karte auf die Leinwand, die das Stadtgebiet abbildet und zeigt, welche Partei in welchem Wahlbezirk am stärksten ist. Die versprenkelten roten SPD-Flecken fallen kaum auf. Dafür sticht das CSU-Blau heraus, das klar die Außenbezirke dominiert. Grün ist es vor allem im Innenstadtbereich. ,,Das ist ein Bild, das wir so nicht gewohnt sind", sagt Schäfer.

Am Ende fährt die CSU insgesamt 30,2 Prozent ein, was einen Zuwachs von 2,5 Prozent bedeutet. Die SPD verliert 17 Prozent und rutscht auf 12,9 Prozent ab, während die Grünen sich über ein Ergebnis von 24,2 Prozent freuen und damit über einen Gewinn von 9,7 Prozent.Besonders bitter für die SPD: Sie verliert bei der Europawahl auch in ihren einstigen Hochburgen. ,,Was früher rot war, ist heute grün und blau", sagt Michael Ruf vom Bürgermeisteramt, der den Wahlamtsleiter Schäfer an diesem Abend unterstützt und seinen Blick nur selten von den Hochrechnungen abwendet. Zwischendurch schaut er auch immer wieder auf die Ergebnisse der Nachbarstadt Fürth, außerdem auf die in Erlangen, Regensburg und München.
Als um 19.51 Uhr 464 der insgesamt 515 Wahlbezirke ausgezählt sind, bieten Schäfer und Ruf einen besonderen Service. Welcher Bezirk oder welche Partei interessiert die Anwesenden persönlich besonders? Die einen möchten mehr über Brunn wissen, die anderen über St. Johannis. Wo war die AfD am stärksten? Wo haben die Grünen den höchsten Prozentsatz erzielt? Die Fragen sind vielfältig, das Interesse groß. Bereits jetzt ist auch klar: In der Südstadt dominiert nicht die AfD. ,,Die Südstadt ist grün", heißt es.
Nasser Ahmed, der stellvertretende Nürnberger SPD-Parteichef, ist anwesend. Außerdem der CSU- Vizefraktionschef Andreas Krieglstein, der CSU-Landtagsvizepräsident Karl Freller sowie Achim Mletzko, Fraktionschef der Stadtratsgrünen und die Grünen- Landtagsabgeordneten Verena Osgyan und Tessa Ganserer. Die Grünen- Kreisvorsitzenden Julia Borghoff und Daniel Arnold sind ebenfalls dabei.Eine Nachricht ist an diesem Wahlabend aber für alle Politiker, egal welcher Partei, eine gute: Dass nämlich die Wahlbeteiligung in Nürnberg im Vergleich zur letzten Europawahl im Jahr 2014 gestiegen ist. Schäfer schätzt, dass sie am Ende über 55 Prozent liegen wird. Und auch damit wird er Recht behalten. Während 2014 in Nürnberg noch 41,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben hatten, waren es diesmal 58,7 Prozent.

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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