Freistaat unterstützt Ludwig Erhard-Haus

Joachim Herrmann, Evi Kurz und Markus Braun vor dem Geburtshaus von Ludwig Erhard.    Foto: bayernpress
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Bis 2018 sollen 3,5 Millionen Euro fließen

FÜRTH (web) - Obwohl seit mehr als drei Jahren hinter den Kulissen eifrig gearbeitet wird, kam nun der Durchbruch für das künftige Ludwig Erhard-Haus überraschend schnell. Die bayerische Staatsregierung stellt für die Realisierung des geplanten Dokumentations-, Begegnungs- und Forschungszentrums 3,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Evi Kurz strahlte übers ganze Gesicht: Ihre Beharrlichkeit und ihr Charme habe Ministerpräsident Horst Seehofer derart beeindruckt, erklärte Innenminister Joachim Herrmann, dass der Regierungschef nach einem kurzen Gespräch mit seinem Minister grünes Licht für die finanzielle Unterstützung gab. Evi Kurz, die Vorsitzende des Ludwig Erhard-Initiativkreises, hatte noch vor wenigen Wochen im Rahmen der Verleihung des Ludwig Erhard-Preises bei Seehofer für eine Unterstützung seitens des Freistaats für ihr ehrgeiziges Projekt im Geburtshaus von Erhard geworben. Nun also sichert die Staatsregierung die jährlichen Unterhaltskosten bis ins Jahr 2018 – insgesamt 100.000 Euro fließen bereits im nächsten Jahr, 2014 sind es 200.000 und von 2015 bis 2018 kommen jährlich 790.000 Euro vom Freistaat. Die Gelder kommen aus dem bayerischen Kulturkonzept, und mit ihrer Auszahlung sei man dem Ziel einer Eröffnung Anfang 2015 einen „gewaltigen Schritt“ näher gekommen, so Herrmann.

Positive Signale auch aus Berlin
Doch auch beim Erwerb des Hauses in der Ludwig-Erhard-Straße 5 greift der Freistaat den Fürthern unter die Arme – hier sollen Mittel aus der Städtebauförderung fließen und das „bestmöglichst“. Der Innenminister sprach von 70 Prozent plus X, was nicht nur Evi Kurz, sondern auch Bürgermeister Markus Braun ein Lächeln ins Gesicht zauberte. Trotzdem sei damit die komplette Finanzierung noch nicht abgehakt, betonte Kurz, denn noch fehlen Mittel für Ausstattung, Filmlizenzen, Möbel und Ausstellungsobjekte. Hier setzt die TV-Journalistin auf Unterstützung von Sponsoren aus der Wirtschaft. Auch den Bund möchte sie dabei mit ins Boot holen, positive Zeichen aus Berlin sind bereits angekommen. Zudem würde Evi Kurz auch gern auf den Parkflächen gegenüber dem Erhard-Haus einen zusätzlichen Neubau für den Dokumentationsbereich errichten.

Das Ludwig Erhard-Haus soll als Dokumentations-, Begegnungs- und Forschungszentrum nicht nur das Wirken des in Fürth geborenen „Vater des Wirtschaftswunders“ herausstellen, sondern mit seiner Arbeit auch in die Zukunft gerichtet sein. Gerade in Zeiten der weltweiten Bankenkrise ist das Konzept der sozialen Marktwirtschaft aktueller denn je. Hier soll das Haus vielfältige Impulse zur Intensivierung der Forschung geben.

Autor:

Archiv MarktSpiegel aus Nürnberg

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