Horst Wildner mit Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten geehrt

Horst Wildner (l.) und Landrat Matthias Dießl bei der Ehrung.
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  • Horst Wildner (l.) und Landrat Matthias Dießl bei der Ehrung.
  • Foto: Landratsamt Fürth
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REGION - (pm/nf) - Landrat Matthias Dießl hat an Horst Wildner aus Stein das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten überreicht. Horst Wildner engagiert sich seit über einem halben Jahrhundert im Bereich Umwelt- und Naturschutz. „Mit dem Ehrenzeichen werden Ihre großen Verdienste im Landkreis Fürth und darüber hinaus gewürdigt“, so Landrat Matthias Dießl. „Ihr Ziel war immer, den Menschen die Natur näher zu bringen. Der 2012 als Rundwanderweg eingerichtete Lehrpfad Fledermäuse brauchen Freunde bei der Buchschwabacher Mühle im Schwallbachgrund ist daher nur ein kleiner Meilenstein Ihres umfangreichen Wirkens.“

Horst Wildner hat bereits in den 50er Jahren Störche beringt. Außerdem war er bei der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg e.V. von 1957 bis 1959 Höhlen- und Karstforscher, später sogar Leiter der Karstabteilung. Naturschutzprojekte z.B. der Fledermausschutz in Höhlen war ihm damals schon ein großes Anliegen. Unter anderem war er auch mit der Organisation der Internationalen Höhlenforschertagung im Jahre 1959 beauftragt worden.

Von 1970-1972 hatte Horst Wildner die Leitung der Kreisgruppe Schwabach beim
Bund Naturschutz inne. Zudem war er im selben Zeitraum ehrenamtlicher Geschäftsführer. Die Organisation des europäischen Naturschutzjahres in den Jahren 1970 und 1972 sowie die Organisation des 1. und 2. Fränkischen Naturschutztages hatte Horst Wildner ebenfalls übernommen. Auch hat er sich im Jahr 1970 für die Schaffung eines Umweltnotrufes in Nordbayern eingesetzt.

Bei der FH Amberg-Weiden, und vor allem bei der Stadt Stein und der Stadt Schwabach hat Horst Wildner im Rahmen der VHS als Dozent Vorträge über den Naturschutz sowie Volkshochschulkurse gehalten, Studienreisen und Exkursionen geplant und betreut. Außerdem war er im Jahr 1974 Mitbegründer des Vereins „Rettet das Rednitztal“, welchen es heute noch gibt. Auch bei der „Agenda 2001“ war er von Anfang an mit dabei. In den Vereinen konnte er die Interessen im Zusammenspiel mit der Natur und den Menschen auch weiter vertreten. In der Zeit von 1982 bis 2003 hat Horst Wildner mehr als über 250 Führungen ehrenamtlich durchgeführt. Auch war er bei der Stadt Schwabach (1971-1998) sowie bei der Regierung von Mittelfranken (1973-1977) Naturschutzbeauftragter.

Seit 2002 beschäftigt sich Horst Wildner mit dem Fledermausmonitoring
(=Dauerbeobachtung). Hier wird die Entwicklung der Fledermausbestände
beobachtet und die Ergebnisse in der Fledermaus-Datenbank dokumentiert, um
eventuellen Bestandsabnahmen entgegenzuwirken. Horst Wildner hat ein
Fledermausrevier im Auwald von Stein, ein Revier in Nürnberg-Gerasmühle sowie eines im Wolkersdorfer Auwald mit aufgebaut sowie betreut. Zum Ende seines Monitorings hin hat er von 2011 bis 2013 den mobilen Fledermauslehrpfad unter dem Motto „Fledermäuse brauchen Freunde“ aufgebaut.

Hier hat er mobile Schautafeln und transportable Lehrelemente, die in Vereinen, Schulen, VHS, etc. oder vor Ort in der Natur eingesetzt werden können, entwickelt. Diese dienten als Grundlage für den Rundwanderweg bei der Buchschwabacher Mühle. Aktuell schreibt Horst Wildner an einem Buch unter dem Motto „Wanderwege mit dem Rollator“.

Horst Wildner (l.) und Landrat Matthias Dießl bei der Ehrung.
Horst Wildner und Landrat Matthias Dießl (6. u. 7. v.l.) mit den Gästen der Ehrung.
Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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