Neujahrsempfang 2017 in St. Jobst

Gisela Simoneit und Eva Simoneit-Wanke als Luthers Käthe und moderne Pfarrerin
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St. Jobst (li) Die evangelische Kirchengemeinde St. Jobst hat zu einem Festgottesdienst und anschließendem Neujahrsempfang eingeladen. Bereits der Gottesdienst stand unter dem Motto des Jubiläumsjahrs der Reformation und auch der Empfang wurde durch das Duo Eva Siemoneit-Wanke und Gisela Simoneit mit einem Anspiel zu Luthers Tischreden eingeleitet.

Gisela Simoneit deckte als Katharina Luther den Tisch für Spalatin und die Studenten: "Was sich verändert hat, auch für uns Weiberleit, in Luthers Stube lasst uns gehn, wo Käthe wir am Werke sehn." Dann las sie aus den Tischreden vor, wo Luther bei seinen Worten über die Frauen die mittelalterlichen Gedanken vom kleinen Geist und breiten Becken voll übernommen hatte. "Ja, dafür ist die Käthe da, dass du kannst sein dem Himmel nah!", frotzelte sie. Dann kam Eva Siemoneit-Wanke als moderne Pfarrerin im Talar zum Tisch: "Vom Jahr 2000 komm ich her, ich bring euch eine gute Mär, der Weiber Menge ist schon viel, die nicht mehr länger schweigen will!" und dann zur Gemeinde "Freut euch, liebe G'mein, dass man in Jobst in der Norisstadt, zwei Weiber auf der Kanzel hat!"

Pfarrerin Silvia Jühne bedankte sich für dieses humorvolle Anspiel, nachdem sie in ihrer Predigt schon die ernsthafte Theologie gewürdigt hatte. Sie konnte auch korrigieren, dass mit ihren Kolleginnen Brigitte Wein und Cornelia Auers sogar drei Frauen in Jobst mit 2,5 Stellen auf der Kanzel stehen. Allerdings werde Brigitte Wein zum 1. März eine neue Stelle als Klinikseelsorgerin in München antreten und die Stelle vakant.

Unter den Gästen konnte sie Vertreter des Bürgervereins Jobst-Erlenstegen, der Parteien, der Gebrüder-Grimm-Schule, des Seniorennetzwerks, der Seniorenheime, der GGB-Bestattungen, der Allerheiligen-Gemeinde, des Seniorenrates, des Kirchenvorstands und des Diakonievereins begrüßen. Der Jahresrückblick von Pfarrerin Wein und Diakon Laugsch zeigte die vielen Aktivitäten im vergangenen Jahr, beginnend bei einer Kinder-Kirchenführung und abschließend beim Mitarbeitenden-Dank. Im Ausblick wurden die lange Luthernacht am 22. Juli im Nürnberger Osten, der Festgottesdienst am 31. Oktober mit dem Landesbischof und der Pilgerweg von der Reformations-Gedächtniskirche nach Allerheiligen als ökumenische Veranstaltung genannt.

Autor:

Edith Link aus Nürnberg

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