Verkehrslösung in Energiekrise und Klimawandel
New Mobility: Metropolregion reagiert mit der uRyde-App

New Mobility made in Germany: Das auf New Mobility Lösungen spezialisierte Start-up Connect Mobility GmbH aus Erlangen kombiniert Navigations- und Ride-Sharing-Funktionen, um die Verkehrsauslastung auf deutschen Straßen nachhaltig zu optimieren. Foto:
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  • New Mobility made in Germany: Das auf New Mobility Lösungen spezialisierte Start-up Connect Mobility GmbH aus Erlangen kombiniert Navigations- und Ride-Sharing-Funktionen, um die Verkehrsauslastung auf deutschen Straßen nachhaltig zu optimieren. Foto:
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NÜRNBERG/ERLANGEN - In der Metropolregion Nürnberg geht ein Konsortium aus Unternehmen, Städten und Universitäten mit dem auf New Mobility Lösungen spezialisierten und aus der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ausgegründeten Start-up CONNECT Mobility GmbH voran, um in Zeiten von Energiekrise und Klimawandel die großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu bewältigen.

Das Start-up wurde von den beiden Brüdern und Ingenieuren Malte und Johannes Andree sowie dem Software-Spezialisten Nino Handler (v.l.) 2020 aus der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ausgegründet.
  • Das Start-up wurde von den beiden Brüdern und Ingenieuren Malte und Johannes Andree sowie dem Software-Spezialisten Nino Handler (v.l.) 2020 aus der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ausgegründet.
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„Gerade bei alltäglichen Fahrten sind ein Großteil der Fahrzeuge im Durchschnitt mit nur einer Person besetzt“, sagt Malte Andree, CEO der CONNECT Mobility GmbH. Gemessen an den durchschnittlichen 1,2 Personen pro Pkw1 sowie einer Auslastung von durchschnittlich 22% im ÖPNV2 ist in der Tat die derzeitige Mobilität wenig effizient. „Wir wollen mit uRyde diese Auslastung der Fahrzeuge signifikant erhöhen und damit mehr Mobilität mit weniger Verkehr schaffen“, sagt der Firmengründer.

V.l.: Ralf Christian (ehem. Siemens Division CEO und Beiratsmitglied bei uRyde), Malte Andree (CEO und Co-Founder), Prof. Dr. Joachim Hornegger (Präsident Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg),  Michael Sigmund (Mitglied im Aufsichtsrat der Siemens AG) und Sabine Bock (Referentin Umwelt und Klimaschutz Stadt Erlangen),
  • V.l.: Ralf Christian (ehem. Siemens Division CEO und Beiratsmitglied bei uRyde), Malte Andree (CEO und Co-Founder), Prof. Dr. Joachim Hornegger (Präsident Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg), Michael Sigmund (Mitglied im Aufsichtsrat der Siemens AG) und Sabine Bock (Referentin Umwelt und Klimaschutz Stadt Erlangen),
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Die App uRyde kombiniert hierfür die Navigation mit dem Ride-Sharing und macht dadurch jedes Auto in Echtzeit für andere verfügbar, so der 27-jährige Geschäftsführer. „Damit werden Autofahrende auf alltäglichen Routen zu uRyde-Fahrenden und helfen so die Auslastung der Autos zu verbessern. uRyde bringt dadurch keine neuen Fahrzeuge in den Verkehr, sondern nutzt die bestehenden freien Kapazitäten auf unseren Straßen.“

In dem gemeinsamen koordinierten Launch zusammen mit zahlreichen Arbeitgebern und den Universitäten aus der Metropolregion Nürnberg, wie Siemens, adidas und der Friedrich-Alexander-Universität, wird ab dem ersten Tag durch das übergreifende Teilen von Fahrten ein ausreichendes Fahrtenangebot gewährleistet. Christian Reckziegel, bei Siemens Healthineers Leiter von Environment, Health and Safety (EHS) bekräftigt dies: „Ein zusätzlicher großer Vorteil von uRyde gegenüber anderen Lösungen ist der partnerübergreifende Ansatz; neben der Bewältigung der kritischen Masse von Beginn an wird sowohl die unternehmensinterne Vernetzung der Mitarbeitenden verstärkt als auch der Austausch mit Studierenden und Mitarbeitenden anderer uRyde-Partner möglich.“

Neben dem Ride-Sharing hat CONNECT Mobility auch den gesamten ÖPNV sowie die Shuttlebuslinien für die DAX-Konzerne Siemens Healthineers und adidas in die Mobilitäts-App uRyde integriert. „Vor dem Hintergrund der Klimakrise sei es wichtig auch als Arbeitgeber ein Zeichen zu setzen und Emissionen maßgeblich im Berufsverkehr zu reduzieren“, betont Reckziegel.

ÖPNV sowie die Shuttlebussysteme von den DAX-Konzern Siemens Healthineers und adidas sind in die Mobilitäts-App uRyde integriert.
  • ÖPNV sowie die Shuttlebussysteme von den DAX-Konzern Siemens Healthineers und adidas sind in die Mobilitäts-App uRyde integriert.
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Auch der in Herzogenaurach ansässige weltweit tätige Sportartikelhersteller adidas setzt auf uRyde, um damit beispielsweise die Anbindung zwischen Nürnberg, wo viele Mitarbeitende wohnen, und dem 25 Kilometer entfernten Unternehmenssitz in Herzogenaurach zu verbessern und umweltschonender zu organisieren. De facto ist der Verkehrssektor für fast 20% der gesamten CO2-Emissionen in Deutschland verantwortlich, ein signifikanter Anteil davon entfällt auf den Straßenverkehr (95%).3 Mit uRyde können durch das intelligente Ride- Sharing allein in der Region Erlangen-Nürnberg innerhalb eines Jahres 100.000 Tonnen CO2 eingespart werden.

Auch vom ehemaligen Sonderbeauftragten der Bundesregierung Prof. Dr. Siegfried Balleis kommt viel Lob „Während meiner Tätigkeit als Sonderbeauftragter der Bundesregierung für das Sofortprogramm Saubere Luft 2017 - 2020 ist mir bewusst geworden, dass wir alle Intelligenz aktivieren müssen, um unnötige Pkw-Fahrten zu vermeiden. uRyde ist ein enorm wichtiger Beitrag zur Nachhaltigkeit und damit auch ein Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel“.

„Eine vernetzte, effiziente und nachhaltige Mobilität in vielen Regionen ist unser Ziel“ so der Gründer und Geschäftsführer der Connect Mobility GmbH. Die Metropolregion Nürnberg ist hier erst der Anfang. uRyde ist bereits für den globalen Rollout vorbereitet und wird bereits wenige Monate später auch in weiteren europäischen Metropolregionen nach dem gleichen Konzept wie in der Metropolregion Nürnberg gemeinsam in engen Partnerschaften mit Unternehmen, Städten und Universitäten ausgerollt.

Auch in ländlichen Regionen mit einem geringen ÖPNV-Angebot soll mit uRyde die Mobilität ebenfalls gestärkt werden, sagt der Gründer. Hierfür sind bereits Kooperationen mit Universitäten geschlossen worden, um Lösungen gemeinschaftlich zu entwickeln.

„Es ist großartig zu sehen, wie sich innovative Ausgründungen, wie jetzt uRyde, aus unserer FAU entwickeln und eine Kultur der nachhaltigen Zusammenarbeit gelebt wird. Unsere mutigen Gründer denken Zukunftsthemen konsequent zu Ende, gestalten aktiv Veränderungen und bewegen Wissen. Als FAU sind wir besonders stolz, dass es die Menschen sind, die wissenschaftliche Erkenntnisse mit Leidenschaft nutzen, um Problemlösungen für die Praxis hervorzubringen“, so der FAU Präsident Prof. Dr. Joachim Hornegger.

Bereits zum Systemstart von uRyde in der Metropolregion Nürnberg beteiligen sich bereits mehr als 20 Arbeitgeber, darunter vier DAX-Konzerne aus der Region sowie die beiden Universitäten – in Summe haben bereits 130.000 Menschen aus der Metropolregion Zugang zur App.

Als großer DAX-Konzern ist auch die Siemens AG dabei: „Als großer Arbeitgeber in der Region haben wir es uns zum Ziel gesetzt, klimabewusste Mobilität unserer Mitarbeitenden zu fördern. Für unsere rund 20.000 Beschäftigten im Großraum bietet die Kooperation mit uRyde daher eine wichtige Plattform flexibel und effizient vom Arbeitsplatz nach Hause zu kommen oder zwischen den Standorten zu wechseln. Wichtig ist uns dabei der Schulterschluss mit anderen Unternehmen aus der Region, um größtmögliche Potenziale zu heben”, sagt Michael Sigmund, Leiter des Siemens Regionalreferats Erlangen-Nürnberg. „Zugleich ist uRyde eine sehr sinnvolle Ergänzung des Mobilitätskonzepts für den Campus als neuer Stadtteil von Erlangen” ergänzte Thomas Braun, General Manager des Siemens Campus Erlangen.

Ziel von uRyde ist es diese nachhaltige Mobilität gemeinsam mit vielen weiteren Partnern in der Metropolregion Nürnberg zu etablieren, auf zahlreiche weitere Regionen zu übertragen, um damit die Auslastung der Autos zu verbessern und die Emissionen in der Mobilität zu senken.
Weitere Infos
https://www.uryde.de/

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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