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Nürnberg überschreitet Corona-Warnwert: Oberbürgermeister König mahnt zur Besonnenheit

Das Corona-Infektionsgeschehen in Nürnberg hat sich in den vergangenen Tagen und Stunden dynamisch entwickelt. Darüber informierte Oberbürgermeister Marcus König (aus dem Homeoffice, Bild MItte, untere Reihe) mit den jeweils zuständigen Vertreterinnen und Vertretern der Stadtspitze in der allerersten virtuellen Pressekonferenz der Stadt Nürnberg überhaupt.
  • Das Corona-Infektionsgeschehen in Nürnberg hat sich in den vergangenen Tagen und Stunden dynamisch entwickelt. Darüber informierte Oberbürgermeister Marcus König (aus dem Homeoffice, Bild MItte, untere Reihe) mit den jeweils zuständigen Vertreterinnen und Vertretern der Stadtspitze in der allerersten virtuellen Pressekonferenz der Stadt Nürnberg überhaupt.
  • Foto: Screenshot/Nicole Fuchsbauer
  • hochgeladen von Nicole Fuchsbauer

UPDATE: 16 Uhr
Bis zum heutigen Freitag, 16. Oktober 2020, 12.30 Uhr, hat das Gesundheitsamt der Stadt Nürnberg 2.577 (plus 63 im Vergleich zum Tag zuvor) mit dem Coronavirus infizierte Nürnbergerinnen und Nürnberger registriert. Davon befinden sich aktuell 398 Menschen in Quarantäne, daraus bereits entlassen werden konnten bis jetzt 2.121 Personen.

Die Anzahl der in Zusammenhang mit Covid-19 Verstorbenen liegt bei 58.

Pro 100.000 Einwohner gab es in den letzten sieben Tagen 51,9 Neuinfektionen (Sieben-Tage-Inzidenz).

Bis heute wurden 11 462 Kontaktpersonen identifiziert, davon befinden sich 1.223 in Quarantäne, 10.239 Menschen konnten bislang aus der Quarantäne entlassen werden.In den Nürnberger Krankenhäusern werden aktuell sechs an Covid-19 erkrankte Personen auf Intensivstation beatmet, 28 erkrankte Menschen werden auf Normalstationen behandelt.

Bei Fragen zu Corona können Bürgerinnen und Bürger die einheitliche Rufnummer 09 11 / 2 31-1 06 44 der Hotline des Gesundheitsamts anrufen. Sie ist erreichbar von Montag bis Donnerstag von 8.30 bis 16 Uhr und Freitag von 8.30 bis 12.30 Uhr.
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NÜRNBERG (nf) - Die Lage ist ernst. Der Sieben-Tage-Index für die Stadt Nürnberg steht mit einem aktuellen Wert von 49,5 unmittelbar vor der Corona-Warnschwelle von 50. Dies bedeutet, dass es pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner in den letzten sieben Tagen 49,5 Neuinfektionen gab (Sieben-Tage-Inzidenz). Die Stadtspitze geht davon aus, dass die Warnschwelle in Nürnberg in Kürze überschritten wird.

Oberbürgermeister Marcus König (selbst in Quarantäne aus dem Homeoffice) mahnte auf der ersten virtuellen Pressekonferenz der Stadt Nürnberg zur Ruhe und Besonnenheit: ,,Nach zwei Stunden Sitzung mit der Stadtspitze werden wir die Muss-Vorschrift des Freistaates auf Nürnberg anpassen." Die Allgemeinverfügung greift ab dem 17. Oktober 2020 für zwei Wochen. Der Oberbürgermeister appellierte an die Bevölkerung Vernunft walten zu lassen. ,,Überlegen Sie bitte genau, wo Sie wirklich hin müssen. Halten Sie Abstand und die Maskenpflicht ein, lüften Sie oft und laden Sie die Corona-App herunter." Alle müssten mithelfen, damit die primären Ziele der Stadt, Schulen und Kitas offen zu halten und die Wirtschaft nicht zu gefährden, eingehalten werden können. 

Stadtrechtsdirektor Olaf Kuch erklärte, auf Grundlage der von der bayerischen Staatsregierung beschlossenen Maßnahmen – die noch nicht in eine Verordnung gefasst sind – wird die Stadtspitze kurzfristig Entscheidungen treffen und dann bekanntgeben. ,,Wenn der Erlass der neuen Allgemeinverfügung erfolgt ist, werden wir die erweiterte Maskenpflicht auf Plätzen und Straßen durchsetzen. Überall da, wo viele Menschen in Gesellschaft zusammenfinden. Beschildert werden die Zonen von der Burg, Fußgängerzone, Hauptbahnhof bis zur Südstadt." Auch die Kontaktbeschränkungen (privat bis zu fünf Personen oder die Angehörigen zweier Hausstände, bei Veranstaltungen 25 Personen innen, 50 Personen außen) greifen dann, ebenso wie das Alkoholverkaufsverbot ab 22 Uhr.

Da die telefonische Nachverfolgung von Kontaktpersonen immer umfangreicher wird, verstärken Kräfte der Bundeswehr mit 20 Personen ab kommenden Montag die Containment-Strategie der Stadt. Angefragt werden ebenso Ärzte im Ruhestand oder Pensionisten der Stadt Nürnberg. 

Der kritische Wert von 50 Neuinfektionen bedeutet nicht automatisch weitere Auswirkungen auf den Regelbetrieb in Schulen und Kitas. Oberste Prämisse der Stadt ist es, die Schulen geöffnet zu lassen. Dennoch bereitet man sich auf den Ernstfall vor, so werden u.a. Hotspots für WLAN neu eingerichtet, bei weiterführenden Schulen soll durch versetzten Schulbeginn der ÖPNV entzerrt werden. 

Für die Veranstaltungen Consumenta und Christkindlesmarkt gibt es noch keine endgültige Entscheidung. Auch hier wird die Stadt auf Sicht fahren, alles ist abhängig von den Infektionszahlen. Die Situation werde jeden Tag neu bewertet, so OB Marcus König. Öffentliche Flächen und Spielplätze unterliegen den Regeln der jeweils gültigen Allgemeinverfügung. Auch in den Bädern der Stadt Nürnberg gibt es momentan keine verschärften Maßnahmen.

Bei Fragen zu Corona können Bürgerinnen und Bürger die einheitliche Rufnummer 09 11 / 2 31-1 06 44 der Hotline des Gesundheitsamts anrufen. Sie ist erreichbar von Montag bis Donnerstag von 8.30 bis16 Uhr und Freitag von 8.30 bis 12.30 Uhr. 
Weitere Infos gibt es hier

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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