OB König ruft erneut zur Grippeschutzimpfung auf!

Oberbürgermeister Marcus König ließ sich vor der Sitzung der Referentenrunde am Dienstag, 19. Oktober 2021, von Dr. Peter Kleuser, Leiter des Betriebsärztlichen Dienstes des Klinikums Nürnberg, gegen Influenza impfen.
  • Oberbürgermeister Marcus König ließ sich vor der Sitzung der Referentenrunde am Dienstag, 19. Oktober 2021, von Dr. Peter Kleuser, Leiter des Betriebsärztlichen Dienstes des Klinikums Nürnberg, gegen Influenza impfen.

  • Foto: Stadt Nürnberg / Christine Dierenbach
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NÜRNBERG (pm/nf) - Die Impfung gegen Influenza, auch als echte Grippe bezeichnet, sollte wie jedes Jahr im Spätherbst, das heißt zwischen Mitte Oktober bis Mitte Dezember, verabreicht werden. Möglichst flächendeckendem Grippeschutz der Bevölkerung kommt in Corona-Zeiten eine hohe Bedeutung zu. Oberbürgermeister Marcus König empfiehlt daher, sich gegen Influenza impfen zu lassen.

Die Stadtspitze ging auch heuer mit gutem Beispiel voran und ließ sich während der Referentenbesprechung des Oberbürgermeisters mit einem Vierfach-Impfstoff impfen. Wie in den Vorjahren haben alle Beschäftigten der Stadt Nürnberg wieder die Möglichkeit, sich durch den Betriebsärztlichen Dienst des Klinikums Nürnberg gegen Influenza impfen zu lassen. Insbesondere Personen ab einem Alter von 60 Jahren, Menschen mit einer chronischen Grunderkrankung oder mit erhöhter Gefährdung für eine Virusgrippe rät die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut zu einer Impfung. Es ist aus medizinischer Sicht möglich, sich auch nach oder vor einer Grippeschutzimpfung eine Grundimmunisierung oder eine Auffrischimpfung mit einem Covid-19- Impfstoff verabreichen zu lassen. Zu beachten ist, dass Grippeimpfungen nicht in den städtischen Impfstellen verimpft werden.
Die Virusgrippe ist eine akute Infektionskrankheit, die durch Influenzaviren vom Typ A und Typ B verursacht wird und vor allem die Atemwege befällt. Sie äußert sich typischerweise in einem rasch einsetzenden, starken allgemeinen Krankheitsgefühl mit Fieber, Schüttelfrost, Kopf-, Hals-, Muskel- und Gliederschmerzen sowie Husten. Typische Komplikationen sind eine Lungenentzündung, selten auch eine Gehirnentzündung sowie eine Herzmuskelentzündung bis hin zum Herz-Kreislauf-Versagen. Die Virusgrippe tritt nahezu ausschließlich in der kalten Jahreszeit von November bis April auf.

Kombination der Grippe- und Covid-19-Schutzimpfungen möglich

Es muss beachtet werden, dass Grippeimpfungen nicht in den städtischen Impfstellen verimpft werden. Dort werden nur Impfstoffe gegen Covid-19 verabreicht.

Impfinteressierte können beispielsweise an einem Tag in einer der Covid- 19-Impfstellen der Stadt Nürnberg wie dem City Point (noch bis Freitag, 29. Oktober 2021) oder der alten KfZ-Zulassungsstelle oder bei Sonderimpfaktionen mit einem Impfstoff gegen Covid-19 als Grundimmunisierung oder Auffrischimpfung versorgt werden und in zeitlich engem Abstand auch eine Grippe-Impfung einplanen. Niedergelassene Hausärztinnen und Hausärzte können auch beide Impfungen während eines Impftermins verabreichen, wobei jeweils ein Impfstoff in einen Arm appliziert wird.

Niedergelassene Ärzte weisen darauf hin, dass nach einer nahezu ausgebliebenen Grippe-Saison 2020/2021 in der kommenden Herbst- und Winterzeit ein Influenza-Comeback möglich ist. Generell werden Grippe- Schutzimpfungen insbesondere für Risikopatienten und weitere anfällige Gruppen wie Schwangere und Immunsupprimierte empfohlen. Es können sich jedoch auch Gesunde und Nichtschwangere gegen Influenza immunisieren lassen.

Eine vorbeugende Grippeimpfung schließt eine Kombination mit den Covid-19-Impfstoffen nicht aus. Ein 14-tägiger Abstand wie bislang bei anderen Schutzimpfungen, wie zum Beispiel bei Pocken oder Cholera, muss bei den gängigen Grippe-Schutzimpfungen nicht eingehalten werden. Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Auseinandersetzung des Immunsystems mit dem neuartigen Coronavirus (SARS-CoV-2) durch eine in zeitlicher Nähe verabreichte Grippeschutz-Impfung beeinflusst wird. Durch Impfungen wird die geimpfte Person vor Infektionen geschützt, die sie auch in der Pandemiezeit zusätzlich gefährden oder schädigen können. Jedoch sollten die Impfungen unter Abwägung des individuellen Risikos geplant werden.

Es ist zu beachten, dass eine Auffrischimpfung mit einem Covid-19- Impfstoff jedoch keine Grippeimpfung ersetzt. Die Grippeschutzimpfung ergänzt den Immunschutz gegen Atemwegserkrankungen. Dies ist insbesondere vor dem Hintergrund der Delta-Welle und den steigenden Infektionszahlen ein weiterer Baustein in der Eindämmung der Pandemie.

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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