Konkrete Umfeldverbesserungen im Gespräch
OB König zu Karstadt: Wir werden nichts unversucht lassen!

Eingangssituation in der Karolinenstraße.
  • Eingangssituation in der Karolinenstraße.
  • Foto: Nicole Fuchsbauer
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NÜRNBERG (pm/nf) - Die Schließung vor allem der Karstadt-Filiale Nürnberg-Lorenzkirche wäre für den Einkaufsstandort ein herber Verlust. Daher hat sich Oberbürgermeister Marcus König in einem weiteren Schreiben an die Galeria Karstadt Kaufhof GmbH gewandt und Möglichkeiten erläutert, die die Stadt im Umfeld des Standorts konkret unternehmen könnte.

„Die Stadt Nürnberg will der Galeria Karstadt Kaufhof GmbH bestmögliche Rahmenbedingungen für einen Weiterbetrieb der Filiale Nürnberg-Lorenzkirche bieten. Wir wollen helfen, dass hier ein ‚Kaufhaus der Zukunft‘ Erfolg haben kann“, so Oberbürgermeister Marcus König in einem Brief an die Firmenleitung. Das Stadtoberhaupt schlägt vor, die Eingangssituation zur Karolinenstraße zu verbessern. Vor Jahren habe es dazu bereits Überlegungen gegeben, die aus verschiedenen Gründen nicht realisiert wurden. König: „Wir wollen diese gerne wiederaufnehmen und dazu beitragen, dass der Karstadt hier eine moderne, zeitgemäße Eingangssituation bekommt, auch was das Hörmannsgässchen, also den Durchgang zur Adlerstraße, betrifft.“
Auch das U-Bahnverteilergeschoss nimmt die Stadt Nürnberg in den Blick. König erklärt: „Der direkte Zugang von der Karstadt-Filiale zur U- Bahn ist ein großes Plus für den Standort. In der Tat ist das Verteilergeschoss sehr in die Jahre gekommen und bedarf einer qualitativen Aufwertung. In der Vergangenheit gab es Diskussionen zwischen Karstadt und der Stadt um die Kostenaufteilung. Ich bin sehr daran interessiert, den Gesprächsfaden wiederaufzunehmen.“
Bau- und Planungsreferent Daniel F. Ulrich sagt dazu: „Auch aus planerischer Sicht der Stadt Nürnberg ist eindeutiges Ziel der Erhalt der Einzelhandelsnutzung, idealerweise mit dem Partner Karstadt.“ Baureferent Ulrich erklärt auch der Idee einer Wohnnutzung eine klare Absage: „Auch eine Mischimmobilie mit Büros oder Wohnen ist für diese zentrale Lage kein sinnvoller Ansatz. Das ist eine 1A-Einkaufslage, als solche wollen wir sie erhalten.“
Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas: „Der Einzelhandel in der Nürnberger Innenstadt braucht hier einen starken Anker und Frequenzbringer wie Karstadt. Nürnberg hat unter den 20 größten deutschen Städten die höchste Einkaufszentralität. Das ist vor allem der Innenstadt als Kundenmagnet und damit auch Karstadt zu verdanken. Eine Nutzung ohne oder auch nur mit weniger Handel am Standort Lorenzkirche wäre für Nürnberg als Einkaufsstadt nicht zielführend und wird daher auch nicht angestrebt.“
Abschließend betont Oberbürgermeister Marcus König: „Ich kann für die Stadt Nürnberg versichern: Wir wollen bestmögliche Bedingungen für eine noch attraktivere Karstadt-Filiale an der Lorenzkirche. Die Stadt wird nichts unversucht lassen.“

Karstadt: Beschäftigte wollen ihre Filiale mit Menschenkette schützen!
Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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