Spatenstich ist erfolgt: Direkt vom Ostausgang in die Nürnberger Südstadt

Beim symbolischen Spatenstich (v.l.) Jürgen Haasler, Dr. Thomas Wunsch, Christian Vogel und Claudia Gremer.
  • Beim symbolischen Spatenstich (v.l.) Jürgen Haasler, Dr. Thomas Wunsch, Christian Vogel und Claudia Gremer.
  • Foto: © Victor Schlampp
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NÜRNBERG (vs) - Es sind nur 23 Meter, aber die haben es in sich: Heute fand auf der Rückseite des Nürnberger Hauptbahnhofs der symbolische Spatenstich für den geplanten Osttunnel statt.

Wenn alles planmäßig verläuft, haben Bahnreisende und Besucher ab Januar 2019 auch vom Osten her einen direkten Zugang von der Bahnhofshalle in die Südstadt. Bisher mussten sie den Umweg über den Südausgang nehmen. Claudia Gremer, Leiterin des Bahnhofsmanagements Nürnberg, beschrieb den langen Weg von der Planung bis zum heutigen Spatenstich. Begonnen hatte alles 1995. Damals wurde ein Rahmenvertrag zum Bau und Ausbau von Nahverkehrsanlagen zwischen DB und Freistaat Bayern in Höhe von 90 Millionen Mark geschlossen. Da die Fördermittel für den Osttunnel nicht gereicht hätten, war der Plan erst 2003 spruchreif, als die Stadt Nürnberg „grünes Licht“ für eine finanzielle Beteiligung gegeben hatte. Aufgrund schwieriger Gundstücksverhandlungen sei man froh, dass nun endlich die Baumaßnahmen beginnen können. Ein besonderer Dank gehe an den Geschäftsführer der VGN GmbH, Jürgen Haasler, der sich seit 1995 für die Verwirklichung dieses Projektes eingesetzt habe.
Auch Bürgermeister Christian Vogel fällt ein Stein vom Herzen. Er erinnerte an den Fund der Weltkriegsbombe vor einigen Wochen ganau an jenem Punkt, wo der Durchstich in Angriff genommen wird. Zusammen mit der Umgestaltung des Nelson-Manela-Platzes werde dieser Bereich deutlich aufgewertet.
Dr. Thomas Wunsch als Vertreter des bayerischen Verkehrsministeriums, bezeichnete den Osttunnel am Nürnberger Hauptbahnhof als die wohl letzte noch offene Baumaßnahme der Staatsregierung, die noch zu D-Mark-Zeiten geplant worden sei.

Projekt in Zahlen

• Die Unterführung ist 23 Meter lang, 6 Meter breit und 2.50 Meter hoch
• Sie wird mit Fahrplanvitrinen, Fahrgastinformationsanzeiger, Blindenmarkierungen und Wegleitbeschreibung ausgestattet
• Während der Bauzeit erhalten die Gleise 23 bis 25 eine Behelfsüberführung
• Von den geschätzten Kosten in Höhe von 3,7 Millionen Euro trägt die Stadt Nürnberg 850.000 Euro. Der Rest kommt vom Freistaat Bayern, auf die Bahn entfällt nur ein geringer Eigenanteil.

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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