Altfälle als Neuinfektionen gezählt ++ Aktuell 147,4
UPDATE: Corona-Inzidenz-Wert in Nürnberg deutlich niedriger

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UPDATE: CORONA-INZIDENZ NÜRNBERG, DONNERSTAG, 13. MAI 2021: 144,3
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UPDATE: 11. Mai

Die 7-Tages-Inzidenz in der Stadt Nürnberg liegt nach den Berechnungen des Gesundheitsamts aktuell zwischen 165 und 170. „Die Tendenz ist stagnierend bis leicht sinkend. Nürnberg befindet sich damit derzeit im Rückgang der 3. Corona-Welle“, sagt Gesundheitsreferentin Britta Walthelm.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat für den heutigen Dienstag, 11. Mai 2021, einen 7-Tage-Inzidenzwert von 206,4 für Nürnberg ausgewiesen. Dieser Wert ist nach Berechnungen des Gesundheitsamts noch deutlich zu hoch. Hintergrund sind, wie berichtet, Doppelmeldungen der Behörde an das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und an das RKI. Altfälle wurden bei einer Bewertung fälschlicherweise noch einmal als Erstinfektionen gemeldet, die erneut in die Statistik eingegangen sind. Es handelte sich um etwa 300 Fälle in Nürnberg. Derzeit werden die Datensätze nach Aussage des Gesundheitsamts bereinigt. „Von den festgestellten Fehlermeldungen waren neben Nürnberg auch weitere Kommunen und Landkreise wie beispielsweise die Stadt Fürth, der Landkreis Nürnberger Land und die Stadt Schweinfurt betroffen“, erläutert Walthelm.

Das Gesundheitsamt geht davon aus, dass der Großteil der Datensätze heute im Laufe des Tages bereinigt ist und auf Grund des festgelegten Meldeverfahrens dann ab dem Donnerstag, 13. Mai 2021, wieder eine valide 7-Tages-Inzidenz für Nürnberg vorliegen wird.

In Nürnberg sind aktuell (Stand 11. Mai 2021) insgesamt 1937 Index- Personen in Quarantäne. „Das Infektionsgeschehen im gesamten Stadtgebiet ist weiterhin ganz überwiegend diffus. Auf kleinere Schwerpunkte inklusive Schulen, Gemeinschaftsunterkünfte oder landwirtschaftliche Betriebe entfallen davon lediglich 130 Fälle“, betont Gesundheitsreferentin Britta Walthelm.

Knapp die Hälfte aller Corona-Infektionen in Nürnberg betrifft Menschen im Alter zwischen 30 und 60 Jahren. Damit liegt ihr Anteil an den Infektionen über ihrem Anteil an der Bevölkerung. Auch auf die Gruppe der 18 bis 25-Jährigen und der Zehn- bis 15-Jährigen trifft dies zu; diese machen zusammen etwa 16 Prozent der Fälle aus.

Auf sozial angespannte Quartiere entfallen knapp 50 Prozent aller Fälle. Das Amt für Stadtforschung und Statistik wertet derzeit Daten aus dem Gesundheitsamt aus, um noch genauere Inzidenzzahlen für einzelne Stadtteile zu ermitteln. Diese dienen als Grundlage für weitere präventive Maßnahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie.

Grundsätzlich kommt es nach aktuellem wissenschaftlichen Kenntnisstand ganz überwiegend in Innenräumen zu Ansteckungen mit dem Corona-Virus. Dabei spielen vor allem private Kontakte eine Rolle, aber auch Begegnungen an der Arbeitsstelle oder in Gemeinschaftseinrichtungen. Um die Inzidenz in Nürnberg weiter zu senken und den aktuellen Rückgang nicht zu gefährden, appelliert das Gesundheitsamt an die Bevölkerung, sich impfen zu lassen und Kontaktbeschränkungen und Hygienemaßnahmen inklusive regelmäßige Lüftung – auch im privaten Bereich – weiterhin konsequent einzuhalten.

Im Bereich der Pflegeheime ist auf Grund der hohen Impfquote von knapp 90 Prozent der Bewohnerinnen und Bewohner sowie knapp 80 Prozent der Pflegekräfte und 70 Prozent bei sonstigem Personal nur noch ein geringes Infektionsgeschehen zu verzeichnen, es ist weiter rückläufig. Derzeit finden Impfaktionen auf Höfen mit Erntehelfern statt. Bislang gibt es hier nur vereinzelte Fälle von Infektionen. Das Gesundheitsamt setzt vor Ort vorbeugende Maßnahmen wie regelmäßige Tests und Quarantänemaßnahmen konsequent um. 
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NÜRNBERG (pm/nf) - Die aktuell vom Robert-Koch-Institut (RKI) für die Stadt Nürnberg ausgewiesene Inzidenz von 222,2 Fällen je 100.000 Einwohner und sieben Tage (Stand: 10. Mai 2021) ist nach Ansicht des Gesundheitsamts der Stadt Nürnberg zu hoch. Die betroffenen Meldungen werden in den kommenden Tagen korrigiert. Dadurch wird die Inzidenz in Nürnberg voraussichtlich deutlich unter 200 sinken. Aktuell (11. Mai) steht der Wert immer noch bei 206,4. 

Das Gesundheitsamt arbeitet kontinuierlich in Zusammenarbeit mit dem RKI und dem Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) an der Verbesserung der Qualität in den Corona-Meldezahlen. In Zusammenhang mit den regelmäßig stattfindenden Plausibilitätsprüfungen durch das Gesundheitsamt wurde heute ein Fehler behoben, der in der ersten Maiwoche für fälschlich hohe Corona-Inzidenzzahlen in Nürnberg gesorgt hatte.

Zusätzlich zu den täglichen Meldungen neuer Infektionen werden dem Landesamt täglich zahlreiche Änderungsmeldungen zu Altfällen übermittelt – zum Beispiel neue Erkenntnisse über vorliegende Mutationen bei den betroffenen Patienten. Seit Ende April wurden derartige Änderungsmeldungen nach einer Umstellung des Meldeprozesses fälschlicherweise erneut als Erstinfektionen gezählt. Dies resultierte in zu hohen gemeldeten Corona-Inzidenzwerten für die Stadt Nürnberg. Letztlich wurden bereits bekannte Fälle erneut durch das LGL als Erstinfektionen gezählt.

Die Fallarbeit im Gesundheitsamt, also die Kontaktierung von Infizierten und die Ermittlung von Kontaktpersonen, war von der fehlerhaften Meldestatistik nicht betroffen. Die aktuell geltenden Grenzwerte in der Inzidenz von 165 für Lockerungen der Einschränkungen wären nach aktuellen Erkenntnissen bisher noch nicht unterschritten worden. Das Gesundheitsamt prüft mit Hochdruck die Meldungen der vergangenen Tage in Zusammenarbeit mit dem LGL, um die amtliche Statistik der Sieben-Tage-Inzidenz zu validieren.

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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