31-Jähriger bedroht ehemalige Schule
UPDATE 2: SEK-Einsatz an Nürnberger Berufsschule ++ Haftbefehl erlassen ++ Neue Erkenntnisse

UPDATE: 20. Oktober 2021
Am Dienstagmorgen (19.10.2021) kam zu einer Bedrohungslage an einer Berufsschule im Nürnberger Stadtteil Rennweg und einem Großeinsatz der mittelfränkischen Polizei. Zwischenzeitlich erließ der Ermittlungsrichter Haftbefehl gegen den 31-jährigen Tatverdächtigen.

Kurz vor 9 Uhr erhielt die Einsatzzentrale Mittelfranken die Mitteilung, dass ein dunkelhäutiger Mann durch die Schule in der Äußeren Bayreuther Straße läuft, mehrere Klassenzimmertüren öffnet und wüste Drohungen rufen soll.

Sofort wurden alle verfügbaren Streifen zum Einsatzort geschickt. Die Einsatzleitung übernahm die Polizeiinspektion Nürnberg-Ost. Mit Unterstützung zahlreicher Streifen der Nürnberger Polizeiinspektionen sowie des Unterstützungskommandos Mittelfranken wurde das Schulgelände abgesperrt und durchsucht. Hierbei konnten keine verdächtigen Personen angetroffen werden. Hinweise auf eine mögliche Bewaffnung des Mannes lagen nicht vor. Ebenso wurden keine Personen verletzt.

Im Zuge der Ermittlungen ergaben sich konkrete Hinweise auf einen möglichen Tatverdächtigen. Intensive Fahndungsmaßnahmen wurden eingeleitet, die schließlich zur Festnahme des 31-jährigen ehemaligen Schülers führten. Bei der Festnahme musste unmittelbarer Zwang angewendet werden. Bei einer Durchsuchung des Mannes fanden die Polizeibeamten außerdem noch Betäubungsmittel.

Die durch das Fachkommissariat für politisch motivierte Kriminalität fortgeführten Ermittlungen erhärteten den Tatverdacht gegen den 31-Jährigen, woraufhin die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth einen Haftbefehl beantragte. Der Tatverdächtige wurde am Mittwoch nach vorheriger fachärztlicher Begutachtung dem zuständigen Ermittlungsrichter vorgeführt. Dieser erließ Haftbefehl und ordnete die Untersuchungshaft an.

Der 31-jährige muss sich nun wegen des Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Ankündigung von Straftaten, Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, Bedrohung sowie eines Verstoßes nach dem Betäubungsmittelgesetz verantworten. Die Motivlage des Mannes ist derzeit noch immer Gegenstand kriminalpolizeilicher Ermittlungen.

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UPDATE: 
NÜRNBERG (dpa) - Ein 31 Jahre alter Mann hat am Dienstag in seiner ehemaligen Schule in Nürnberg einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Die Polizei sei verständigt worden, nachdem ein Mann durch das Gebäude der Berufsschule gegangen war, mehrere Türen aufgerissen und wüste Drohungen ausgestoßen hatte. Der Mann sei wenig später außerhalb der Schule unter Anwendung «unmittelbaren Zwangs» festgenommen worden. Verletzte habe es nicht gegeben. Auch seien keine Waffen gefunden worden.

Der Tatverdächtige sei psychisch auffällig, teilte die Polizei weiter mit. Bei ihm seien Betäubungsmittel gefunden worden. Das mögliche Motiv für die Drohungen sei noch Gegenstand der Ermittlungen. Diese würden fortan vom Fachkommissariat für politisch motivierte Kriminalität geführt.

Der Unterrichtsbetrieb an der Berufsschule sei noch am Dienstag wieder aufgenommen worden. Den von den Drohungen betroffenen Schülern und Lehrkräften werde psychologische Unterstützung angeboten.

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NÜRNBERG (dpa/nf) - Die Polizei ist am Dienstag mit einem Großaufgebot in die Berufsschule an der Äußeren Bayreuther Straße eingerückt. Zuvor hatte es Hinweise gegeben, wonach eine Person auf dem Schulgelände umhergelaufen sein und Drohungen ausgestoßen haben soll, sagte ein Polizeisprecher.

Der Tatverdächtige sei außerhalb der Schule festgenommen worden, teilte die Polizei auf Twitter mit. Die Schule sei zunächst nicht geräumt worden, es gebe keine Verletzten. Ob die verdächtige Person bewaffnet sein könnte, konnte der Polizeisprecher zunächst nicht sagen.

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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