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Sprachenlernen ist keine Frage des Alters

Das Erlernen einer Spache hat für Senioren vielfältige Aspekte 

Immer mehr Senioren entscheiden sich dafür, im Rentenalter eine Fremdsprache zu erlernen. Das belegen die Teilnehmerzahlen an den Sprachkursen, die von Volkshochschulen angeboten werden. Rund 20 Prozent der Kursteilnehmer sind zwischen 50 und 64 Jahre alt, etwa sieben Prozent sogar 65 Jahre und älter.

Die Gründe dafür ähneln sich durchaus. So ist es Vielen wichtig, im Alltag, der durch den Wegfall des Jobs oder der Erziehungsaufgaben nun viel mehr Freiräume bietet, eine sinnvolle Aufgabe zu haben. Andere träumten ihr Leben lang davon, eine Fremdsprache zu lernen, kamen aber aus den unterschiedlichsten Gründen nicht dazu. Und für wieder andere ist der Wunsch zu verreisen und sich in fremden Ländern verständigen zu können der Anstoß dafür, eine Sprache zu lernen.

Was passiert beim Lernen im Gehirn?
Das Lernen einer neuen Sprache umfasst viele Aspekte. Wenn wir lernen, müssen wir denken, die richtigen Laute mit dem Mund formen und uns gleichzeitig in unser Gegenüber hineinversetzen. Dies macht das Lernen einer Sprache – neben dem Musizieren – zu der komplexesten Hirnaktivität überhaupt.
Lange Zeit traute man älteren Menschen in Sachen Lernen nur noch wenig zu. Man ging davon aus, dass das Gehirn nach der Pubertät „fertig verdrahtet“ sei. Heute weiß man, dass das ein Irrtum war. Unabhängig vom Alter will und kann unser Gehirn immer lernen. Die Informationen werden mit zunehmenden Alter nur weniger schnell weitergeleitet. Senioren brauchen also länger, um Informationen zu „speichern“ – der Lernprozess vollzieht sich langsamer, ist aber genauso erfolgreich.
Gleichzeitig verfügen ältere Menschen über einen großen Wissens- und Erfahrungsfundus und haben in der Regel mehr Zeit, sich dem Sprachenlernen zu widmen. So sind sie in generationsübergreifenden Kursen den jüngeren Lernenden oftmals im Bereich der Grammatik und im Wortschatzlernen sogar überlegen.

Zahlreiche positive Nebeneffekte

Über das reine Aneignen von Wörtern und Grammatik hinaus hat das Sprachenlernen noch vielfältige Vorteile. So belegen Studien, dass Menschen, die eine Fremdsprache beherrschen, seltener an Demenz erkranken als Menschen, die nur ihre Muttersprache sprechen. Ein weiterer Aspekt des Sprachenlernen in einer Gruppe von Gleichaltrigen besteht darin, dass man seine Zeit mit Menschen verbringt, die ähnliche Interessen teilen. Auf diese Weise lassen sich Kontakte knüpfen, aus denen sich nicht selten Freundschaften entwickeln.

Autor:

Die EXPERTEN Redaktion aus Nürnberg

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