Endlich wieder eine Perspektive
Friseure können sich vor Kundenanfragen kaum retten!

Symbolfoto: Sebastian Kahnert / dpa
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KÖLN / REGION (dpa) - Nach dem Bund-Länder-Beschluss zur Wiedereröffnung der Friseursalons am 1. März kann sich die Branche vor Kundenanfragen kaum retten.


«Wir bekommen unzählige Mails und Anrufe – eigentlich will jeder Kunde schon in der ersten Woche drankommen», sagte der Präsident des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, Harald Esser, in Köln. 
In seinem eigenen Salon in der Domstadt werde er aber erst Mitte nächster Woche mit der Terminvergabe starten, schließlich müssten erst noch Details aus den Länder-Schutzverordnungen bekannt werden – erst dann wäre klar, wie viele Bedienplätze der Salon habe.


Der Branchenvertreter ist erfreut über die Berliner Entscheidung. «Das ist eine Perspektive, nun sehen wir endlich wieder Licht am Ende des Tunnels.» Gut sei auch, dass Friseure seit kurzem einen Antrag stellen können für staatliche Unterstützung - die sogenannte Überbrückungshilfe III. Zumindest die Teilzahlung werde wohl relativ bald kommen, sagt Esser. «Unsere Branche braucht das Geld dringend.»
 Der Branchenvertreter findet den Zeitpunkt der Wiedereröffnung positiv. «Früher wäre zwar schön gewesen, aber noch schlimmer wäre eine frühe Öffnung und nur wenige Wochen später wieder eine Schließung wegen steigender Infektionszahlen.»


In Deutschland gibt es 80.000 Friseurbetriebe mit 240.000 Mitarbeitern. Seit Mitte Dezember sind die Salons wegen der Corona-Pandemie geschlossen. Ihre finanzielle Situation ist dementsprechend angespannt, zumal sie im Frühjahr 2020 schon mal dichtmachen mussten. 
Die Erleichterung unter Friseuren und ihren Kunden ist groß.

Autor:

Uwe Müller aus Nürnberg

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