Alternative zu Dieselzügen
Markus Söder und Kerstin Schreyer testen den neuen Wasserstoffzug

Ministerpräsident Dr. Markus Söder (r.) und Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (2.v.r.) mit weiteren Gästen der Sonderfahrt vor dem Wasserstoffzug im Allgäu.
  • Ministerpräsident Dr. Markus Söder (r.) und Verkehrsministerin Kerstin Schreyer (2.v.r.) mit weiteren Gästen der Sonderfahrt vor dem Wasserstoffzug im Allgäu.

  • Foto: Giulia Iannicelli/ StMB
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AUGSBURG (pm/nf) - Bayerns Ministerpräsident Dr. Markus Söder und Verkehrsministerin Kerstin Schreyer haben die Testfahrt mit einem Wasserstoffzug im südlichen Schwaben zwischen Augsburg und Kempten und wieder zurück als Erfolg bezeichnet.

„Uns ist praxisnah eine der möglichen Alternativen zu Dieselzügen demonstriert worden. Beim Abschied vom Diesel im Schienenpersonennahverkehr gibt es erfreulicherweise mehrere umweltfreundliche technische Optionen – auch für anspruchsvolle Netze wie im Allgäu.“

Für die Testfahrt war ein Prototyp des „Coradia iLint“ der Firma Alstom extra von Baden-Württemberg nach Bayern gekommen. Er ist der weltweit erste Wasserstoffzug für den Personentransport und hat sich in einem über zweijährigen Probebetrieb bereits gut bewährt. Die beiden iLint Vorserienfahrzeuge sind seit 2018 im Fahrgastbetrieb in diversen Netzen in Deutschland und Europa.

Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Wir wollen mit neuer Technologie zur Klimaneutralität. Hierzu ist Wasserstoff ein wichtiger Beitrag. Das schützt das Klima und schafft Arbeitsplätze. Bis 2040 sollen die Züge von Diesel auf alternative Antriebe umgestellt sein."

Verkehrsministerin Schreyer verdeutlicht den Fahrplan zur Klimaneutralität: „Ich werde bis Ende dieses Jahres einen landesweiten Fahrplan für die Dekarbonisierung des Schienenpersonennahverkehrs im Freistaat vorlegen. Dabei werden auch Wasserstoffzüge eine wichtige Rolle einnehmen. Und auch wenn die Schiene beim Klimaschutz schon heute vorne mit dabei ist: 19 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland stammen aus dem Verkehrsbereich. Wir können beim Verkehr also viel für das Klima bewegen!“

„Alstom hat das klare Ziel, international führend bei alternativen Antriebstechnologien auf der Schiene zu werden. Dieses hochmoderne Antriebskonzept mit Wasserstoff-Brennstoffzellen ist ein Meilenstein für die Markteinführung emissionsfreier Regionalzüge in Deutschland und weltweit“, sagt Müslüm Yakisan, Präsident von Alstom in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Derzeit findet das Vergabeverfahren für die ersten planmäßigen Verkehre mit Wasserstoffzügen im bayerischen Schienenpersonennahverkehr statt. Die Betriebsaufnahme auf den beiden Strecken Mühldorf a. Inn – Passau sowie Mühldorf a. Inn – Burghausen ist für Ende 2024 geplant. Davor wird es mehrere Testbetriebe mit innovativen Eisenbahnfahrzeugen geben. Der erste mehrmonatige Testbetrieb in Bayern mit einem Akku-Hybrid-Zug ist bereits im ersten Halbjahr 2022 auf der Fränkischen Seenlandbahn zwischen Pleinfeld und Gunzenhausen vorgesehen. Ab dem Jahr 2023 folgt ein fast dreijähriger Testbetrieb mit dem Prototyp eines Wasserstoff-Triebfahrzeugs der Firma Siemens im südöstlichen Schwaben und südwestlichen Oberbayern.

Autor:

Nicole Fuchsbauer aus Nürnberg

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