Neue Impulse für erneuerbare Energien durch die Nanotechnologie?

Die Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz Ulrike Scharf (Mitte) mit den Projektmitgliedern der TH Nürnberg (v.l.): Prof. Dr.-Ing. Marcus Reichenberger, Dr. Jens Helbig - Geschäftsführer OHM-CMP, B.Eng. Daniel Sperr, M.Sc. Kristina Grunewald)
  • Die Bayerische Staatsministerin für Umwelt und Verbraucherschutz Ulrike Scharf (Mitte) mit den Projektmitgliedern der TH Nürnberg (v.l.): Prof. Dr.-Ing. Marcus Reichenberger, Dr. Jens Helbig - Geschäftsführer OHM-CMP, B.Eng. Daniel Sperr, M.Sc. Kristina Grunewald)
  • Foto: © Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
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Forschungsergebnisse des Projektverbunds UMWELTnanoTECH

NÜRNBERG (pm/nf) - Die Forschungsgruppe um Prof. Dr. Marcus Reichenberger erforscht im Projektverbund UMWELTnanoTech seit 2013 neue Umwelttechnologien auf Basis der Nanotechnologie. Die TH Nürnberg hat mit dem Teilprojekt ,,Drucktechnologien zur Herstellung thermoelektrischer Generatoren" neue Ergebnisse zum Abschluss des Projekts präsentiert. Das Bayerische Umweltministerium hat das Gesamtprojekt mit 3 Mio. Euro finanziert.

Im Fokus standen umweltverträgliche Anwendungen der Nanotechnologie für die Photovoltaik, Thermoelektrizität und für Energiespeicher. Die Bayerische Umweltministerin, Ulrike Scharf, beschreibt die erfolgreiche Arbeit: ,,Nanotechnologie ist eine wichtige Zukunftstechnologie. Der Projektverbund UMWELTnanoTECH hat ausgezeichnete Ergebnisse geliefert. Kleinste Bausteine können einen großen Beitrag für den Umweltschutz leisten. Wir müssen mit den Chancen dieser Zukunftstechnologie verantwortungsvoll umgehen. Eine umweltverträgliche Nutzung steht dabei an oberster Stelle.“

Prof. Dr. Marcus Reichenberger präsentierte auf dem internationalen Kongress „Next Generation Solar Energy Meets Nanotechnology“ („Sonnenenergie der nächsten Generation trifft auf Nanotechnologie“) die neuesten Forschungsergebnisse der TH Nürnberg im Teilprojekt „Drucktechnologien zur Herstellung thermoelektrischer Generatoren“ auf der Basis von Nanomaterialien. Prof. Dr. Reichenberger erläutert seine Ergebnisse: „Thermoelektrische Generatoren (TEG) können wirtschaftlich nicht mehr nutzbare Abwärme in elektrische Energie umwandeln. Wir haben an der TH Nürnberg Möglichkeiten entwickelt, Thermoelektrische Generatoren drucktechnisch unter Einsatz umweltfreundlicher Nanomaterialien rein additiv herstellen zu können. Durch die Anwendung von Druckprozessen wie etwa Inkjet- oder Siebdruck lassen sich Herstellungs- und Materialkosten reduzieren, so dass die TEG wirtschaftlicher werden. Die Anwendungspotentiale gedruckter TEG liegen im Bereich der Sensorik und weiterer Low- Power-Anwendungen. Ein drucktechnisch aufgebauter TEG-Demonstrator zeigt die positiven Druckergebnisse.“

Die TH Nürnberg zielt mit ihren zehn Leitthemen auf die Erforschung aktueller Herausforderungen u. a. in der Gesellschaft, Mobilität, Energie, Werkstoffen, Medien, Wirtschaft und Umwelt. Der Präsident der TH Nürnberg, Prof. Dr. Michael Braun: „Mit dem Forschungsprojekt UMWELTnanoTech tragen wir auch zur Realisierung unserer eigenen Forschungsziele bei. Die Erforschung erneuerbarer Energien ist für die TH Nürnberg von zentraler Bedeutung.“

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz hat dieses Einzelprojekt über die Laufzeit von 36 Monaten mit einer Gesamtsumme von 271.000 Euro unterstützt.
Die Ergebnisse des Projektverbunds wurden über www.umwelt-nanotech.de veröffentlicht.

Autor:

Redaktion MarktSpiegel aus Nürnberg

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