Kulanzwoche endet
Positive Bilanz für Start der FFP2-Maskenpflicht

Symbolbild: Rolf Vennenbernd / dpa
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MÜNCHEN (dpa/lby) - Die FFP2-Maskenpflicht in Bayern ist gut angelaufen. Zum Ende der Kulanzwoche hin, in der Verstöße noch ungeahndet blieben, ziehen Handel und Nahverkehr eine positive Bilanz. Der bereits zu Beginn hohe Anteil an Menschen mit FFP2-Maske ist weiter gestiegen. Auch die Versorgung mit den Masken ist insgesamt weiter gesichert. Ab Montag drohen 250 Euro Bußgeld, wenn man ohne FFP2-Maske einkaufen geht oder den öffentlichen Nahverkehr nutzt.


Im öffentlichen Nahverkehr sind Menschen mit unzureichenden Masken offenbar sehr selten geworden. In Augsburg sprach man zum Ende der Woche von etwa einem Prozent und einer «fast vorbildlichen» Situation. In München bemerkte die U-Bahn-Wache nach Auskunft der Stadtwerke kaum noch Menschen mit Stoffmasken. In Nürnberg liegt der Anteil von Menschen mit FFP2-Maske laut Verkehrsgesellschaft inzwischen bei rund 98 bis 99 Prozent. In allen drei Städten stieg der Anteil über die Woche hinweg an. Ab Montag sollen Menschen ohne FFP2-Maske in Augsburg bei Kontrollen den Nahverkehr verlassen müssen. Bußgelder können allerdings nur Polizei und Ordnungsdienst verhängen, wie es auch aus München heißt.
 Aus dem Innenministerium heißt es: «Selbstverständlich wird die Bayerische Polizei auch die Einhaltung der FFP2-Maskenpflicht im ÖPNV verstärkt kontrollieren, neben den Kontrollen durch die Betreiber der öffentlichen Verkehrsmittel.» Wer mit einer unzureichenden Maske erwischt wird, kann aber zumindest ein Stück weit auf Milde hoffen: Deren Tragen kann laut Innenministerium bei der Bemessung eines Bußgeldes berücksichtigt werden.


Auch vergleichbare oder höhere Standards erlaubt

Auch im Handel ist man mit den Erfahrungen der Kulanzwoche zufrieden. «Mir sind keine größeren Probleme bekannt, die Kunden kamen schon fast ausnahmslos mit FFP2-Masken», sagte der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann. Er sei «positiv überrascht» und sehr zufrieden. Größere Sicherheitsmaßnahmen bei Händlern für die Umsetzung der FFP2-Maskenpflicht seien nicht geplant, so Ohlmann.
 In Läden sieht das Innenministerium - wie bisher - die Betreiber in der Verantwortung, für die Umsetzung der Maskenpflicht zu sorgen. Wenn im Einzelfall nötig, werde die Polizei aber «natürlich bei der Durchsetzung der verschärften Maskenpflicht» helfen. Seit Montag gilt in allen Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr in Bayern eine Pflicht zum Tragen von FFP2-Schutzmasken zum Schutz vor dem Coronavirus. Auch vergleichbare oder höhere Standards sind erlaubt. Das Innenministerium nennt konkret: FFP3, N95, P2, KF94, DS und KN95. Das Bußgeld für Verletzungen der Maskenpflicht ist mit den neuen Regeln nicht erhöht worden, nur die Bedingungen, wie sie zu erfüllen ist, wurden verschärft.


Die neue Regelung hat teilweise zu erhöhten Preisen für FFP2-Masken und Engpässen in einzelnen Geschäften geführt. Die Versorgung ist aber gesichert, wie Innenministerium, Handelsverband und Apothekerverband versichern.

Autor:

Uwe Müller aus Nürnberg

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