Medizinrecht – für alle Rechtsprobleme rund um die Ausübung medizinischer Berufe

Ich schwöre und rufe Apollon, den Arzt, und Asklepios und Hygeia und Panakeia und alle Götter und Göttinnen zu Zeugen an, dass ich diesen Eid nach meiner Fähigkeit und nach meiner Einsicht erfüllen werde...“ So beginnt der Eid des Hippokrates, der im antiken Griechenland als erste grundlegende Formulierung einer ärztlichen Ethik formuliert wurde, in seiner klassischen Form heute aber nicht mehr von Ärzten geleistet wird. Er enthält jedoch bereits zahlreiche Elemente, die auch heute noch Bestandteil ärztlicher Ethik sind (das Gebot, Kranken nicht zu schaden, die Schweigepflicht, das Verbot sexueller Handlungen an Patienten etc.).

Die bereits mehrfach aktualisierte Genfer Deklaration des Weltärztebundes ist die moderne Fassung dieser ärztlichen Selbstverpflichtung:
„Bei meiner Aufnahme in den ärztlichen Berufsstand gelobe ich feierlich, mein Leben in den Dienst der Menschlichkeit zu stellen. Ich werde meinen Lehrern die schuldige Achtung und Dankbarkeit erweisen. Ich werde meinen Beruf mit Gewissenhaftigkeit und Würde ausüben. Die Gesundheit meines Patienten soll oberstes Gebot meines Handelns sein. Ich werde alle mir anvertrauten Geheimnisse auch über den Tod des Patienten hinaus wahren. Ich werde mit allen meinen Kräften die Ehre und die edle Überlieferung des ärztlichen Berufes aufrechterhalten. Meine Kolleginnen und Kollegen sollen meine Schwestern und Brüder sein. Ich werde mich in meinen ärztlichen Pflichten meinem Patienten gegenüber nicht beeinflussen lassen durch Alter, Krankheit oder Behinderung, Konfession, ethnische Herkunft, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, politische Zugehörigkeit, Rasse, sexuelle Orientierung oder soziale Stellung. Ich werde jedem Menschenleben von seinem Beginn an Ehrfurcht entgegenbringen und selbst unter Bedrohung meine ärztliche Kunst nicht in Widerspruch zu den Geboten der Menschlichkeit anwenden. Dies alles verspreche ich feierlich und frei auf meine Ehre.“

In der komplexen Moderne reicht solche Selbstverpflichtungen aber nicht immer aus, um Streitfälle zu verhindern oder zu lösen. So widmet sich das Medizinrecht allen möglichen Rechtsproblemen, die aus der praktischen Ausübung medizinischer Berufe sowie möglicher Folgen resultieren. Der Begriff Medizinrecht bezeichnet dabei generell die rechtliche Ausgestaltung der (schuldrechtlichen) Rechtsbeziehungen zwischen Arzt und Patient sowie von Ärzten untereinander, darüber hinaus auch die öffentlich-rechtlichen Regelungen zur Ausübung des ärztlichen und zahnärztlichen Berufes und das Meldewesen meldepflichtiger Krankheiten.

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Die EXPERTEN Redaktion aus Nürnberg

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